Trinitarische, Christuszentierte Theologie
Aufregende Entwicklungen in Mittel- und Südamerika
Das Mosaische Gesetz: Seine Funktion und sein Zweck im Neuen Testament
Gibt es ein Schicksal, das schlimmer ist als der Tod?
Ein offener Brief an einen reichen Mann
Die Verkündigung des Evangeliums in Afrika
Geistesgaben und Gemeindewachstum
Das heutige Israel: Ist Gott auf seiner Seite?
Häufig gestellte Fragen zur Theologie des Neuen Bundes - Teil 3
Häufig gestellte Fragen zur Theologie des Neuen Bundes - Teil 2
Häufig gestellte Fragen zur Theologie des Neuen Bundes - Teil 1
Thema TAUFE - Was ist die Taufe?
Der Neue Bund in Verheißung und Erfüllung
Sie haben die Gute Nachricht, die Leute hören wollen
Die fünf GIGANTEN der Welt konfrontieren
Acht Schritte zu einer Kirche mit Vision
Die Beziehung der Kirche zu Israel
Eine Theologie des Neuen Bundes von ISRAEL
Was ist die Theologie des Neuen Bundes?
Die Theologie des Neuen Bundes oder die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi
Abraham - die wahre Geschichte
Eine biblische Sichtweise der Geistwelt
Was das Evangelium uns über Engel und Dämonen lehrt
Nochmals beleuchtet: Geistesgaben
Dr. Ravi Zacharias: Wenn die Fundamente zerstört werden ...
Wie sieht die Zukunft der WKG aus?
Ist das Licht Ihrer Lampe gedämpft - oder scheint es hell?
Die Göttlichkeit des Heiligen Geistes
Verhaltensmaßstäbe im Christentum
3. Mose 23,3: Ein Gebot für wöchentliche Sabbatgottesdienste?
Wenn Tragödien passieren - Warum lässt Gott Böses zu?
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NF Juli-September 2010
Das ist einfach nicht gerecht - von Dr. Joseph Tkach - Wo war Gott? - von J. Michael Feazell - Keiner bereitet Sie vor - von Greg Williams - Im Herzen des Sturms: Martin Niemöller - von Neil Earle - Trauerfeier für einen Freund - von Kerry Gubb - Mit welchem Leib werden die Toten auferstehen? - von Paul Kroll - Die Kraft des Salzes - von James R. Henderson - Was Gott denkt ... - von Tim Brassell - Die Gratwanderung eines Christen - Lernen,wie ... weiter
Die Bibel - Ein Überblick

Welche Ehre ist es für mich, hier zu sein, diese wenigen Minuten zu nutzen, um mit Ihnen das zu teilen, was, wie ich glaube, Gott mir aufs Herz gelegt hat. Sie sind Männer und Frauen, die an viele Worte, Ideen, Ansprachen und tiefsinnige, reflektierende Gedanken gewöhnt sind. Als mir diese Einladung zuerst unterbreitet wurde, fragte ich mich, was ich wirklich zu sagen haben würde, um Sie in eine Richtung zu lenken, über die Sie nicht bereits nachgedacht haben. Aber ich glaube, dass der wunderbare Plan unseres Gottes selber darin besteht, dass er einige der Schwächsten dieser Welt nimmt und benutzt, um sogar die Weisen herauszufordern.
Als mein Thema habe ich „Wenn die Fundamente zerstört werden, was kann da der Gerechte ausrichten?“ (aus Psalm 11,3) gewählt. Wie jeder vernünftige Mensch erkennt, leben wir in sehr unsicheren Zeiten. Ich denke z. B. an all das, was im letzten Jahr zu dieser Zeit geschehen ist (am 11.9.2001), wie herausfordernd dies für unseren Verstand und den Verstand eines gewöhnlichen Menschen war. Ich denke an eine humorvolle Geschichte, die vom berühmten Box-Champion Mohammed Ali erzählt wird. Ali, der natürlich für seine schnelle Auffassungsgabe und seinen eingängigen Humor bekannt ist. Aber bei diesem Anlass wurde er innerhalb eines Augenblicks überrumpelt. Wie berichtet, war Ali in einem Flugzeug, das in moderate Turbulenzen geraten war. Jeder von Ihnen, der fliegt, weiß, dass moderate Turbulenzen eine Umschreibung für „Fange an zu beten“ ist. Als dieses Flugzeug in moderate Turbulenzen geriet, gab die Stewardess die Anweisung „Bitte alle anschnallen!“ aus. Alle kamen der Anordnung nach – außer Mohammed Ali. Daher ging die Stewardess hin zu ihm und bat ihn, seinen Gurt anzuschnallen. Ali schaute sie an und sagte: „Supermann bracht keinen Sitzgurt“. Sie schaute ihn an und konterte schlagfertig: „Superman braucht auch kein Flugzeug.“
Wie super wir uns als Männer oder Frauen auch fühlen mögen, wir kamen plötzlich zur Erkenntnis, dass wir nicht all die Antworten haben. Ich erinnere mich, als ich in Indien aufwuchs und als junger Teenager einen berühmten indischen Kinofilm sah, der auf brillante Weise die Leidenschaftlichkeit und die Gesinnung der indischen Zivilisation zeigte. Der Film hatte den Titel „Mutter Indien“. Eines der kraftvollsten Lieder in diesem Kinofilm wurde vom Hauptdarsteller gesungen und aus der Hindi-Sprache übersetzt, hieß es wörtlich: „Da ich in diese Welt gekommen bin, muss ich leben. Wenn zu leben bedeutet, dass ich Gift trinke, dann muss ich es trinken.“ Als junger Teenager, so erinnere ich mich, sah ich das als fatalistisch an – packe das Leben beim Schopf; mache gute Miene zum bösen Spiel. Aber im Kontext dieses Dramas und dem Existenzkampf in diesem Dorf, hatte diese starke Frau, die ihre Familie aufgezogen hatte, am Ende folgendes zu sagen: „Wenn zu leben bedeutet, Gift zu nehmen, dann muss man es nehmen und alles annehmen, was das Leben mit sich bringt.“
Ungefähr 10 bis 15 Jahre gingen vorbei, ich war in den Westen ausgewandert und las eines Tages den berühmten englischen Journalisten Malcolm Muggeridge, vielleicht einer der größten Journalisten aller Zeiten. Er sagte: „Wenn es irgendetwas gäbe, wofür er Gott um Vergebung bitten müsste, wäre eines davon, dass ich zu wortgewandt war.“ Muggeridge beschrieb die Weltlage mit folgenden Worten: „Es ist schwer, sich gegen die Schlussfolgerung zu wehren, das der Mensch des 20. Jahrhunderts die Entscheidung getroffen hat, sich selber abzuschaffen. Müde vom Kampf, er selber zu sein, hat er aus seinem eigenen Überfluss Langeweile, aus seinen sexuellen Begierden Impotenz und aus seiner eigenen Stärke Verwundbarkeit geschaffen. Er bläst selber die Trompete, die schließlich die Mauern seiner eigenen Städte zum Einsturz bringt, nachdem er sich selber zur Idiotie erzogen, sich selber zur Blödheit betäubt und verschmutzt hat, stolpert er über einen übel zugerichteten, alten Dinosaurier und stirbt aus.“ Es lohnt sich, über diese Worte nachzudenken – „Verwundbarkeit aus unserer eigenen Stärke“. Wie stark, so meinen wir, sind wir manchmal, doch wie verwundbar sind wir geworden. „Wir haben aus unserer ganzen Erziehung Blödheit geschaffen“ – wir wissen heute so viel, doch gibt es in der menschlichen Erfahrung nichts so Vulgäres, wofür wir nicht irgendeinen Akademiker, der eine Rechtfertigung liefert, finden könnten.
Dann hört man jene Menschen, die unter der Last und der Bürde des Überlebens leiden. Man hört den Zyniker, einen Journalisten, der die Welt kreuz und quer durchreist hat. Auch wenn man es leicht abtun könnte, so wurde meine volle Aufmerksamkeit auf eine Umfrage gerichtet, die in Kanada, dem Heimatland meiner Frau, durchgeführt wurde. Ich erinnere mich, wie überrascht ich über die Ergebnisse dieser Umfrage war. Als die Frage „Wonach sehnst du dich am meisten in diesem Stadium deines Lebens?“ an kanadische Jugendliche gestellt wurde, war die überwältigende Antwort der jungen Kanadier: „Ich sehne mich nach jemandem, dem ich glauben kann. Jemand, dem ich vertrauen kann. Jemand, dem ich unbesehen glauben kann, dessen Worte mit der Wirklich¬keit übereinstimmen und dessen Leben mit dieser Wahrheit übereinstimmt.“ Das ist ernüchternd.
Auf dieser Grundlage beginne ich meine Ansprache an diesem Morgen. „In den Fünfziger-Jahren verloren Kinder ihre UNSCHULD.Sie wurden von ihren Eltern durch gut bezahlte Jobs, Autos, Lyrik und Musik befreit, die zu dem neuen Begriff ‚Generationenkluft’ führte. In den Sechziger-Jahren verloren Kinder ihre AUTORITÄT. Es war das Jahrzehnt der Proteste. Kirche, Staat und Eltern wurden allesamt in Frage gestellt und als unzulänglich empfunden. Ihre Autorität wurde zurückgewiesen, doch nichts trat jemals an ihre Stelle. In den Siebziger-Jahren verloren Kinder ihre LIEBE. Es war das Jahrzehnt des Nihilismus, dominiert von zusammen gesetzten Worten, die mit ‚ich’ oder ‚selbst’ begannen – Selbst-Image, Selbst-Achtung, Selbst-Bewusstsein. Dies führte zu einer einsamen Welt. Kinder lernten alles, was man über Sex lernen konnte und vergaßen alles, was man über Liebe wissen konnte und nur wenige hatten den Mut, ihnen zu sagen, dass es zwischen beiden in der Tat einen Unterschied gab.In den Achtziger-Jahren verloren Kinder ihre HOFFNUNG. Der Unschuld, Autorität und Liebe beraubt und vom Schrecken eines nuklearen Alptraums geplagt, hörte eine große und zunehmende Anzahl von Menschen auf, an die Zukunft zu glauben.
Die obige Beschreibung wurde Ende der 80iger Jahre verfasst. Jemand fragte mich jetzt, als Philosophen: „Wenn wir dem noch einen weiteren Absatz hinzufügen, was ging nach Ihrer Meinung in den Neunziger-Jahren verloren?“ Ich würde sagen, dass wir unsere FÄHIGKEIT, LOGISCH ZU DENKEN, zu argumentieren, verloren haben. Die Kraft des kritischen Denkens ging von der Induktion (Schluss vom Allgemeinen aufs Besondere) hin zur Deduktion (Ableitung des Besondern vom Allgemeinen) und nur mehr sehr wenige Menschen sind in der Lage, klar zu denken. Ich habe oft gesagt, dass die Herausforderung des Redners, der sich heute mit der Wahrheit befasst, folgende ist: Wie erreicht man eine Generation, die mit den Augen hört und mit ihren Gefühlen denkt?
Verehrte Mitglieder der Vereinen Nationen, welch ein enormes Privileg wurde ihnen in einer Welt gegeben, die von einer Wand zur anderen hin und her taumelt und sich selbst bewusstlos schlägt? Sie haben eine wenig beneidenswerte Aufgabe, doch solch einen privilegierten Moment, wo die Welt auf Sie schaut. Wir schauen auf Sie, um Weisheit und Führung zu erhalten, wo die Kraft, kritisch zu denken, überall um uns herum so dürftig ist. Doch der einzige Weg, wie wir diese Gesellschaft erreichen können und die einzigen vernünftigen Antworten, die es gibt, bestehen darin, wenn wir folgendes verstehen: Was es ist, das die Grundlage, das Fundament Ihrer und meiner Existenz sein sollte?
Sehen Sie, die postmoderne Welt macht mit uns Wortspiele. Der Postmodernismus sagt uns, dass es so etwas wie Wahrheit nicht gibt; dass es so etwas wie Sinn und Zweck nicht gibt; dass es so etwas wie Gewissheit nicht gibt. Ich erinnere mich an einen Vortrag, den ich an der Ohio State University, einer der größten Universitäten in diesem Lande, gab. Es war nur wenige Minuten vor Beginn meines Vortrages, als mich mein Gast an einem neuen Gebäude vorbeifuhr, das den Namen Wexner Center for the Performing Arts (Wexner-Zentrum der Bildenden Künste) trug. Er sagte zu mir: „Das ist Amerikas erstes postmodernes Gebäude.“ Ich war einen Moment lang aufgeschreckt und sagte: „Was ist ein postmodernes Gebäude?“ Er sagte: „Nun, der Architekt sagte, dass er das Gebäude ohne einen Plan und Zweck im Sinn entwarf. Als der Architekt gefragt wurde ‚Warum?’ sagte er: ‚Wenn das Leben an sich unberechenbar ist, warum sollten dann unsere Gebäude einen Plan und eine Bedeutung haben? So plante er Säulen, die keinen Zweck haben. Er plante Treppen, die nirgendwohin führen. Er ließ ein sinnloses Gebäude bauen und jemand hat dafür bezahlt.“ Ich erwiderte: „Sein Argument ist also, wenn das Leben keinen Zweck und keinen Plan hat, warum sollte das Gebäude einen Plan haben?“ Er antwortete: „Das ist richtig.“ Ich sagte: „Tat er das Gleiche mit dem Fundament?“ Plötzlich herrschte Schweigen. Sehen Sie, Sie und ich können mit der Infrastruktur Unsinn machen so viel wir wollen, aber wir wagen es nicht, mit dem Fundament zu spielen, weil unser Bluff sofort offenbar würde.
Wie legen wir fest, welches die fundamentalen Säulen sind, auf denen eine Person, eine Familie, eine Gesellschaft und unsere Nationen stehen können? Ich möchte nahe legen, dass uns die Bibel VIER FUNDAMENTE gibt. Wenn Sie darüber nachdenken, darüber reflektieren, so meine ich, werden sie damit übereinstimmen.
Das erste Fundament, das uns genannt wird, ist die Dimension der EWIGKEIT. König Salomo sagte, dass in unserer heutigen Zeit alles so im Fluss ist, doch hast du, Gott, die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt. Die Ewigkeit ist in Ihr Herz gelegt. Denken Sie darüber nach, wie sehr wir, sogar mit unseren Erfahrungen, von diesem Konzept der Ewigkeit abhängen.
Ich erinnere mich als junger Mann, als ich von meiner Heimatstadt Neu Delhi nach Kanada umzog, und eines Abends im Jahre 1968 im Fernsehen miterlebte, wie die amerikanischen Astronauten die ersten waren, die auf der dunklen Seite des Mondes herumspazierten. Als sie ihre Raketen auf dem Heimweg zündeten, wurde ihnen ein Blick über dieses Universum gewährt, den so noch nie jemand zuvor hatte. Sie sahen, wie die Erde über dem Horizont des Mondes aufging, eingehüllt in eine prachtvolle Mischung von schwarz und weiß, umkränzt vom glänzenden Licht der Sonne gegen die schwarze Leere des Alls. Und diese Menschen, als sie einen Blick davon erhielten, fanden keinen Dichter und keinen Philosophen, der ihnen zu Hilfe kam, um diese ehrfurchtgebietende Erfahrung zu beschreiben. Nur ein Satz drückte es für sie aus und wir haben diesen Satz auf der ganzen Welt gehört: „Am Anfang schuf GOTT ...“. Nur Gott war groß genug, um die Komplexität und die Intelligenz dieser Welt zu erklären.
Chandra Wickramasinghe, ein ausgezeichneter Gelehrter und Professor für Angewandte Mathematik und Astronomie an der Universität von Cardiff in Wales und ein Kollege des verstorbenen Sir Frederick Hoyle, hat über die Intelligenz des menschlichen Enzyms geschrieben. Er sagt, wenn man allein die Informationsdichte im menschlichen Enzym nimmt und die Komplexität dieser Information analysiert, wird man als Mathematiker zur schnellen Schlussfolgerung kommen, dass die Möglichkeit, dass diese Sprache zustande kommt, 1 zu 10 hoch 40 (zur 40. Potenz) ist. Für diejenigen von Ihnen, die in Mathematik Laien sind, wie ich es bin: Ich denke nicht, dass wir die leiseste Ahnung haben, was 1 zu 10 hoch 40 bedeutet. Denken Sie bloß an die mathematische Komplexität dieser Sache.
Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meinem Professor der Quantenphysik an der Universität von Cambridge, Dr. John Polkinghorne. (Sein Buch „One World“ ist eine wunderbare Darlegung seiner Faszination mit der Schöpfungsordnung). Er sagte: „Meine Damen und Herren, wenn Sie nur eine Möglichkeit in den ersten Picosekunden des Universums analysierten – eine Picosekunde entspricht der Zeitspanne, in der ein Objekt, das sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegt, die Breite eines einzelnen Haares durchquert –, wenn Sie die ersten Picosekunden dieses Universums betrachten und nur eine Möglichkeit analysieren, die Expansion und Beziehung zu der Kontraktion, wissen Sie, wie präzise diese sein musste?“ Er sagte: „Es wäre das Gleiche, wie wenn man am anderen Ende des Universums, zwanzig Milliarden Lichtjahre entfernt, auf ein Quadrat in der Größe eines Zolls zielt und ins Schwarze trifft.“ Dann sah er uns mit typisch englischem Humor an und sagte: „Meine Herren, es gibt kein Gratis-Mittagessen. Jemand muss bezahlen.“
Halten Sie inne, betrachten Sie die Wunder dieses Universums und sehen Sie, wie die Bedeutung des Ewigen eine große Rolle spielt. Wir sehen es nicht nur in unserer Erfahrung, wir spüren dieses Streben nach Ewigkeit auch in unserer Sprache. Über alle Kulturen hinweg, ob man vom Osten oder Westen kommt, sehen wir, wie wir gewisse Wendungen benutzen, die wir als gegeben hinnehmen. C. S. Lewis, der berühmte britische Denker, beschrieb dies mit folgendem Beispiel: „Wir sind mit der Zeit so wenig versöhnt, dass wir von ihr sogar erstaunt sind. ‚Mensch, wie ist er/sie gewachsen’, rufen wir aus, oder ‚Wie die Zeit nur so dahinfliegt’, als ob die universelle Form unserer Erfahrung immer wieder etwas ganz Neues wäre. Es ist so seltsam, als ob ein Fisch wiederholt von der Nässe des Wassers überrascht wäre – was in der Tat seltsam wäre; es sei denn natürlich, es wäre dem Fisch bestimmt, eines Tages ein Landtier zu werden.“ „Wie die Zeit dahinfliegt.“ „Wie ist er/sie gewachsen.“ Wir benutzen diese Wendungen, als ob es uns bestimmt wäre, immer weiterzuleben – und ist das für uns nicht ein Zeichen für unsere Sehnsucht nach der Ewigkeit?
Ich begrub meinen Vater und meiner Mutter ziemlich früh im Leben. Es ist ein furchtbares Gefühl, plötzlich verwaist zu sein. Ich erinnere mich, als ich das erste Mal vor dem Grab meiner Mutter stand und in mir die Gedanken hochkamen: „War es das?“ Eine Person, nach der ich mich so sehnte, die ich so brauchte, lieb hatte, und deren Worte mich aus einigen der größten Schlamassel, die ich im Leben angerichtet hatte, befreit hatten – war sie jetzt einfach weg? Man sieht all die Ungerechtigkeiten in dieser Welt und sagt: „Ist es das? Wird es letztendlich keinen Ausgleich, keine Gerechtigkeit geben?“ Sie wissen, wovon ich spreche und wir alle verstehen es. Die Dimension der Ewigkeit. Gott hat die Ewigkeit in Ihr und in mein Herz gelegt.
Das zweite Fundament ist die Dimension der MORAL – das moralische Gesetz. Sogar Immanuel Kant, der skeptische Philosoph, sagte, dass er zwei Dinge stets in seinem Herzen bewahrte: den Sternenhimmel über ihm und das moralische Gesetz in ihm. Und doch, ist es nicht wahr und furchtbar tragisch, dass die Welt heute nicht weiß, wohin sie sich wenden soll, um moralische Orientierung zu erhalten? Haben Sie jemals die Geschichte eines Mannes gehört, der in einer Fabrik arbeitete und jeden Tag vor einem Uhrmachergeschäft Halt machte, um seine Uhr mit der Uhr vor dem Geschäft zu synchronisieren? Nach einigen Tagen hielt ihn der Uhrmacher an und sagte: „Entschuldigen Sie bitte, ich habe eine Frage. Ich beobachte, wie Sie jeden Tag hier anhalten und Ihre Uhr an meine Uhr anpassen. Welche Art Arbeit machen Sie?“ Der Mann sagte: „Es ist mir peinlich, Ihnen das zu sagen: Ich bin bei der nahe gelegenen Firma der Zeitnehmer und ich muss jeden Nachmittag um 16.00 Uhr, wenn es für die Leute an der Zeit ist, nach Hause zu gehen, die Glocke betätigen. Meine Uhr funktioniert nicht sehr gut, daher stimme ich sie mit Ihrer Uhr ab.“ Der Uhrmacher sagte: „Ich habe schlechte Nachrichten für Sie. Auch meine Uhr funktioniert nicht sehr gut, daher stimme ich sie mit der Glocke ab, die ich jeden Tag um 16.00 Uhr von der Fabrik höre.“ Wenn Sie die Grammatik entschuldigen, was passiert, wenn sich zwei falsche Uhren gegenseitig korrigieren? Sie werden mit der Zeit immer falscher gehen. Sogar eine Uhr, die nicht richtig geht, kann einem zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen ... aber nicht, weil sie die Zeit richtig misst!
Was ich Ihnen sagen möchte ist folgendes: Wie verstehen wir, was moralisch richtig und moralisch falsch ist? So ernüchternd, so furchtbar es ist, ist es nicht wahr, dass heute vor einem Jahr (am 11.9.2001) für einige Menschen ein guter Tag und es für Millionen anderer Menschen ein böser Tag war? Wie finden wir heraus, was gut und böse ist; was moralisch und transzendent wahr ist, was über unsere Kulturen hinausgeht? Ich möchte Ihnen einen Hinweis geben. Ich war in einer Live-Radiosendung in Washington und präsentierte zu Beginn des Programms eine einfache, vernünftige Schlussfolgerung: Objektive moralische Werte existieren nur, wenn Gott existiert. Zweitens, objektive moralische Werte existieren; daher existiert Gott. Ich möchte es für Sie wiederholen: Objektive moralische Werte existieren nur, wenn Gott existiert. Objektive moralische Werte existieren; daher existiert Gott. Die Telefonleitungen liefen heiß – damit hatte ich gerechnet. Ich sagte zu einem Mann: „Stelle entweder meine Fähigkeit, das Argument zu machen oder die Annahmen dahinter in Frage.“ Er sagte: „Ich bestreite Ihre erste Prämisse, dass objektive moralische Werte existieren.“ Ich sagte: „Sie bestreiten es?“ Er sagte: „Ja“. Ich erwiderte: „Ist es für mich in Ordnung, ein Rassist zu sein? Ich kann einen Mann oder eine Frau auf Basis seiner oder ihrer ethnischen Herkunft hassen? Gibt es diesbezüglich keine objektive moralischen Werte? Dass ich Sie verachten kann oder dass Sie mich rein auf der Grundlage meiner oder Ihrer ethnischen Herkunft verachten können – ist das in Ordnung?“ Es gab Schweigen am anderen Ende und er hängte den Hörer auf. Die Gastgeberin sagte zu mir ein paar Tage später: „Sie werden niemals glauben, mit wem Sie gesprochen haben. Wissen Sie, mit wem Sie gesprochen haben?“ Ich sagte: „Nein“. Sie sagte: „Sie sprachen mit einer bestimmten Person, die in dieser Stadt der leitende Befürworter eines bestimmten Lebensstils ist und seine größte Kritik gegenüber denjenigen, die sich gegen ihn stellten, war die Aussage, dass sie sich diskriminierend verhielten. Sie diskriminierten ihn rein wegen seines Lebensstils.“
Sie sehen, eines der großartigsten Dinge, die Gott uns gegeben hat, ist die Würde meiner eigenen ethnischen Herkunft und Ihrer ethnischen Herkunft, und die einzige Weise, in der wir in Bezug auf den uns innewohnenden Wert argumentieren können, besteht darin, dass Gott uns diesen Wert nach seinem eigenen, heiligen Willen geschenkt hat. Die Gesellschaft kann uns diesen Wert nicht verleihen. Gesetze schaffen ihn nicht. Meinungen bestätigen ihn nicht. Sie haben immanenten Wert, nicht weil irgendeine Gesellschaft Ihnen diesen verliehen hat, sondern weil er Ihnen von Gott selber geschenkt wurde. Das versteht man unter immanentem Wert.
Wie gelangen wir zu einem moralischen Gesetz? Hören Sie die Worte Kai Nielsens, dem atheistischem Philosophen: „Wir waren nicht in der Lage zu zeigen, dass Vernunft den moralischen Standpunkt erfordert oder dass wirklich vernunftbegabte Menschen Egoisten oder klassisch unmoralische Personen sein müssen. Der Vernunft entscheidet hier nicht. Das Bild, dass ich für euch gezeichnet habe, ist kein erfreuliches. Die Reflektion darüber deprimiert mich. Reine praktische Vernunft, sogar mit guter Kenntnis der Fakten, wird einen Menschen nicht hin zur Moral führen.“
So hat uns der Existenzialist gesagt, wir würden die Moral mit unseren Gefühlen finden. Doch Jean Paul Sartre, sagte, als er auf seinem Totenbett im Sterben lag: „Meine Philosophie hat nicht funktioniert.“ Die Rationalisten kommen zu uns und sagen: „Ihr könnt euren Weg hin zur Moral nicht wirklich durch Vernunft begründen.“ Richard Dawkins von der Universität Oxford sagt uns, dass alles im DNA liegt; es gibt nichts Gutes oder Böses, so etwas wie Moral oder Böses gibt es nicht. „Wir tanzen alle nach unserm DNA.“ Ich habe den Mann in Afghanistan vor Augen, dessen Bild einige Tage nach den Tragödien, die dort passierten, im Fernsehen gezeigt wurde. Dieser ältere Mann saß da, mit seinen Händen vor seinem Gesicht, und als einige Leute in sein Dorf kamen, zeigte er auf das Grab seines Sohnes, dem einige Terroristen bei lebendigem Leibe den Kopf abgerissen hatten. Sie waren gekommen, hatten seinen Sohn ermordet und im Sande verscharrt. Versuchen Sie diesem älteren Mann, seine Hände vors Gesicht geschlagen, der dasaß und ins Leere und ins Nichts starrte, zu sagen, „dass die Terroristen nur nach ihrem DNA getanzt haben.“
Sehen Sie, intuitiv sehnen wir uns danach, sagen zu können, dass einige Dinge objektiv wahr sind, ob wir das gerne glauben wollen oder nicht. Und die einzige Art und Weise, wie sie objektiv wahr sein können, liegt darin, dass sie in der hohen Ordnung Gottes selber, einem transzendenten Wesen, gegründet sind. Ewigkeit, Moral, und drittens, die Dimension der VERANTWORTLICHKEIT. Wenn die Moral verschwindet, wie kann dann jemand verantwortlich gemacht werden? Aber Moral kann offensichtlich nicht rein in horizontalen Begriffen verstanden werden – sie muss in vertikalen Begriffen verstanden werden, nicht wahr? Der atheistische Denker Hobart Mowrer, einst Präsident der American Psychological Association (Verband der Ameri¬kanischen Psychologen) verübte Selbstmord, als er über achtzig Jahre alt war. Er war einst Professor an der Harvard Universität, Lehrer auf der Yale Universität, er war Inhaber eines Doktorgrades von der John Hopkins-Universität und er schrieb diese kraftvollen Worte: „Über mehrere Jahrzehnte betrachteten wir Psychologen die ganze Sache von Sünde und moralischer Verantwortung als großen Alptraum und feierten unsere Befreiung davon als epochale Errungenschaft. Aber schließlich haben wir entdeckt, dass, um auf diese Weise frei zu sein, das heißt, um die Ausrede zu haben, dass man krank statt sündig ist, bedeutet, dass man die Gefahr herausfordert, auch verloren zu gehen. Auf diese Gefahr, so glaube ich, weist das weit verbreitete Interesse am Existenzialismus hin, das wir zur Zeit wahrnehmen. Indem wir amoralisch, ethnisch neutral und frei werden, haben wir die Wurzeln unseres Seins abgeschnitten, wir haben unser tiefstes Gespür für Individualität und Identität verloren und zusammen mit Neurotikern fragen wir uns: „Wer bin ich, was ist mein tiefstes Schicksal und was bedeutet das Leben?“
Ein Volkslied beschreibt es so:
„Um drei Uhr hatte ich ein Gefühl der Ambivalenz gegenüber meinen Brüdern,
und so folgt in natürlicher Weise, dass ich all meine Liebhaber vergifte.
Aber ich bin jetzt glücklich, dass ich jetzt die Lektion gelernt habe, die mir beigebracht hat:
Dass alles, was ich tue und falsch ist, der Fehler eines anderen ist.“
Ich erinnere mich, wie ich vor ein paar Jahren, als ich in Polen einen Vortrag hielt, durch Ausschwitz ging; mein Gastgeber, ein Arzt, nahm mich mit nach Ausschwitz. Ich erinnere mich an den Schrecken tausender Kilo von Frauenhaaren, Tausende von Koffern, kleine Zahnbürsten, kleine Paar Schuhe. Teenager verließen das Lager unter Tränen, die ihnen über die Wangen liefen. Es war äußerst ernst. Ich sah die Worte Adolf Hitlers über den Gasöfen: „Ich möchte eine neue Generation von jungen Menschen aufziehen, die ohne Gewissen sind, herrisch, erbarmungslos und grausam.“ Was passiert, wenn man eine solche Generation entfesselt – eine Generation von jungen Menschen, herrisch, erbarmungslos und grausam?
Sie sehen, wenn man die Ewigkeit auslöscht, dann definiert man die Existenz neu. Wenn man Moral auslöscht, dann zerstört man das Wesen. Wenn man Verantwortlichkeit auslöscht, dann zerstört man das Gewissen. Die vierte und letzte ist die Dimension der NÄCHSTENLIEBE (Barmherzigkeit). Wenn man den Sinn für Nächstenliebe zerstört, dann hat man die Wohltätigkeit weggenommen. Wie wunderbar wäre es, wenn wir sogar bei unterschiedliche Meinungen von einer unbestreitbaren Leidenschaft getragen würden: Dass wir gelernt haben, unterschiedliche Meinungen in Liebe darzulegen und unsere Mitmenschen zu lieben.
Ich reise viel in der Welt herum. Ich bin ein Bürger dieser Welt. Seit dreißig Jahren habe ich diesen Planeten kreuz und quer, Millionen von Kilometern, bereist, und ich weiß, bei Ihnen war es ähnlich. Ich habe eine Menge Herzeleid gesehen. Ich ging durch eine Menge Schmerz. Als junger Mann in meinen Zwanzigern, so erinnere ich mich, reiste ich durch Vietnam und sprach in den Gefangenenlagern – ich sprach zu amerikanischen Soldaten, ich sah verbrannte Körper, die in Betten lagen. Es gab nicht genug Betten für jeden Einzelnen. Als junger Mann wurde ich in meinem Denken sehr, sehr ernst. Ich weiß, einige von Ihnen, die hier sind, kommen aus Kambodscha. Ich erinnere mich an meinen Aufenthalt in Vietnam und Phnom Pen, wo ich die ganze Tragödie, die sich dort abspielte, sah. Nun heben wir unsere Augen auf und sehen die Geisel von AIDS und alles, was diese Krankheit mit sich bringt und unsere Herzen werden beschwert. Wie gehen wir mit einer solchen Welt um? In der Tat, eine Sage aus Indien drückte es einst so aus: „In der modernen Welt, wird die größte Gefahr sein: „Wie wehren wir Gewalt, absolute Gewalt, ab?“
Ich möchte diese Ansprache mit meiner persönlichen Geschichte abschließen: Ich war ein Teenager in Delhi, am Rande des Selbstmords. Ich hatte keine Hoffnung. Ich hatte keinen Lebenssinn. Ich hatte keine Verheißung für die Zukunft, für mein Leben. Ich lag in einem Krankenhausbett, als ein Mann hereinkam und mich sprechen wollte. Meine Mutter sagte ihm, dass er mich nicht sprechen konnte – ich war in der Intensivstation, ich lag im Sterben. Er gab mir ein kleines Neues Testament und bat meine Mutter, mir daraus vorzulesen. Ihr Englisch war nicht sehr gut, aber in der King James-Bibelversion schlug er das 14. Kapitel des Johannesevangeliums auf, las es ihr vor und bat sie, es mir vorzulesen. Und dort, als ich im Sterben lag, hörte ich die Worte Jesu: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, ich bin das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Ich sprach ein einfaches Gebet und sagte: „Jesus, ich weiß wirklich wenig über dich, aber wenn du der Weg, wenn du die Wahrheit und wenn du das Leben bist, dann komm in mein Leben und ändere nicht nur, was ich tue, sondern verändere bitte auch das, was ich tun möchte.“ Ich muss euch erzählen, dass mein Vater nur wenige Stunden vor meinem Selbstmordversuch mir in die Augen geschaut und zu mir gesagt hatte: „Du wirst überhaupt nichts aus deinem Leben machen; du bist für mich eine Be¬schämung.“ Mein Vater war ein Regierungsbeamter in hoher Position, der bereits unter Minister¬präsident Nehru und dann unter einem persönlichem Freund Ghandis gedient hatte. Er war einflussreich und sah, dass mein Leben nirgendwo hinführte und er sagte diese Worte, die er später, wie ich weiß, selber bereute. So stellte ich mir die Frage: „Warum leben?“ Keine Hoffnung, keine Wahrheit, bis ich die Worte Jesu hörte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.“
Verehrte Damen und Herren, in der Einfachheit und Komplexität dieses Krankenhauszimmers lud ich Christus in mein Leben ein. Er veränderte nicht nur mein Tun; er veränderte auch mein Wollen. Er verwandelte mein Herz bis in die Tiefen der menschlichen Erfahrung. Warum sehe ich Ihn als den Weg, die Wahrheit und das Leben? Hören Sie aufmerksam zu. Es gibt vier Fragen im Leben – Ursprung, Sinn, Moral und Schicksal. Wenn wir die Person Christi betrachten, so finden wir all diese Fragen beantwortet.
Betrachten wir diese vier Säulen – Ewigkeit, Moral, Verantwortlichkeit, Nächstenliebe. Jesus sagte folgendes: Dass er von Anbeginn beim Vater war. Er ist kein geschaffenes Wesen. Ein alttestamentlicher Prophet schrieb: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben.“ Beachten wir die Worte. Er sagte nicht, dass der Sohn geboren ist; der Sohn existierte seit Ewigkeit und kam als ein Kind durch die Jungfrauengeburt. Dann sein vollkommenes Leben, sein Tod und seine Auferstehung – er verkörperte, was es bedeutete, moralisch zu sein, denn was das Böse für das Leben ist, ist der Widerspruch für das logische Denken. Wenn ein Argument voller Widersprüche ist, bricht das Argument zusammen. Wenn das Böse in unser Leben kommt, bricht das Leben auseinander. Jesus verkörperte das, was Reinheit ohne Sünde ist. Die Verantwortlichkeit sagte: „Ich bin gekommen, um den Willen meines Vaters zu tun“. Und die Nächstenliebe ging ans Kreuz. Sogar Mahatma Gandhi sagte: „Von all den Anordnungen und Lehren von Denkern und Ethikern ist die eine Doktrin, für die ich keine ausreichende Entgegnung habe, Jesus am Kreuz.“ Denken Sie darüber nach. Er bietet es Ihnen und mir an. Er will uns einen Sinn für das Ewige geben; er will uns das Moralische geben, das Verantwortliche und das Barmherzige. Er stand vom Tode auf, um uns das zu garantieren.
Hier ist meine letzte Illustration und ich danke euch für euer Zuhören. Es ist ein Gleichnis aus dem Osten, von einem Mann, der eine Menge von Gemälden besaß, ein sehr reicher Mann, der einen Sohn hatte. Der Sohn pflegte in die Straßen der Stadt zu gehen und sprach dort oft mit einem Bettler. Der Bettler gewann diesen jungen Mann lieb und gab ihm eines Tages ein Portrait, das er von ihm gemalt hatte. So brachte der junge Mann das Bild zu seinem Vater, der ein Kunstkenner war und der Vater überlegte bei sich selber: „Nun, es ist kein gutes Gemälde, aber wir werden es in der Galerie aufhängen, weil es angeblich meinen Sohn abbildet.“ Viele Jahre vergingen und der junge Mann hatte aufgehört, den Bettler zu besuchen. Der Bettler ging schließlich hin zum Tor des Palastes und sagte: „Ich sehe den jungen Mann nicht mehr.“ Die Palastwächter erwiderten ihm: „Er ist plötzlich verstorben.“ Der Bettler war sehr unglücklich, diese Nachricht zu hören und er sagte: „Kann ich seinen Vater sehen?“ Sie antworteten: „Ja“. Der Bettler sagte zum Vater: „Ich habe ein weiteres Bild von ihrem Sohn, genauso wie das andere. Ich möchte es Ihnen geben.“ Er gab es seinem Vater und der Vater hängte das Gemälde natürlich neben dem anderen auf.
Nicht lange danach verstarb plötzlich auch der Vater und der Bettler erfuhr davon. Er hörte auch, dass alle Kunstgemälde im Palast versteigert werden sollten. Er bat um Einlass. Ein Versteigerer kam herein und sah all die Gemälde an der Wand, die Kunstkenner waren da und sie machten sich ans Bieten. Dort, in der Mitte dieser Sammlung hingen die beiden Portraits seines Sohnes, von diesem Bettler gemalt, die überhaupt nicht gut waren. Der Versteigerer sagte: „Wir werden eine Versteigerung durchführen, aber die ersten Gemälde, die versteigert werden, sind die vom jungen Mann, dann werden wir mit dem Rest fortfahren.“ Sie sagten: „Wir sind daran nicht interessiert, mach’ einfach weiter mit den ...“. Er erwiderte: „Nein, nein, wir müssen mit diesen beginnen.“ Aber niemand machte ein Angebot. So fuhr der Bettler mit seiner Hand in seine Tasche und nahm eine Handvoll Münzen heraus und sagte: „Ich möchte um die Bilder des jungen Mannes bieten.“ Niemand sonst konkurrierte um die Handvoll Münzen. Und als sonst niemand um die paar Münzen bot, ertönte der Hammer und er bekam die Portraits des Sohnes.
Als der Bettler sie nahm und dabei war, den Raum zu verlassen, ertönte der Hammer nochmals und der Versteigerer sagte: „Ich habe einige Neuigkeiten für euch. Auf der Rückseite der Gemälde dieses jungen Mannes sind die Worte: „Wer immer um diese bietet, bekommt die ganze Galerie“. Er, der den Sohn bekam, bekam alles, was der Vater zu geben hatte.
Ich präsentiere euch den Sohn Gottes, den Herrn Jesus Christus, der Ihnen alles gibt, was der Vater anzubieten hat: Ewigkeit, Moral, Verantwortlichkeit und Nächstenliebe. Wenn Sie Ihn kennen, kennen Sie die Wahrheit und diese Wahrheit wird Sie tatsächlich freimachen, denn Sie werden dafür leben, sie präsentieren und diese Generation wird zuhören.
Möge Gott Sie alle reichlich segnen.
© 2003 Ravi Zacharias International Ministries (used with permission).
Note for our English speaking readers:
We want to refer you to the Webseite of Ravi Zacharias International Ministries http://www.rzim.org, where you can find a number of valuable articles.
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