Leben und Lehren des Apostels Paulus
Was ist der große Missionsbefehl? - Lektion Nr. 12
Was ist Anbetung? - Lektion Nr. 11
Was ist der Neue Bund? - Lektion 10
Wer oder was ist Satan? - Lektion 9
Was ist die Kirche? - Lektion 8
Was ist die Taufe und das Abendmahl des Herrn? - Lektion 7
Was ist Sünde? - Lektion Nr. 6
Wer oder was ist der Heilige Geist? - Lektion 5
Was ist die Botschaft Jesu Christi? - Lektion 4
Frauen in kirchlichen Führungsämtern
Wer ist Jesus Christus? - Lektion 3
Wie ist Gott? - Lektion 2
Die Relevanz der Bibel für den Christen - Lektion 1
Was Paulus wirklich über Frauen sagte
Frauen in der Kirche - achtteiliges Studienpapier
Welche Gesetze des Alten Testamentes betreffen uns Christen?
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NF Oktober-Dezember 2009
Der Film des Lebens - von Dr. Joseph Tkach - Wir sagen Ade ...aber was passiert,wenn wir gestorben sind? - von John Halford - Zwischen Tod und Auferstehung - von Michael Morrison - Verborgene Schätze - von Sandra Galo - Machen Sie sich keine Sorgen mehr! - von Tim Brassell - Lukas Vermächtnis an die Frauen - von Sheila Graham - Die wahre Geschichte vom Weihnachtswunder - von Paul Kroll - Der Baum - von Mike Feazell - Händels Messias entdecken - ... weiter
Christus ist auferstanden


Haben wir Gott erschaffen oder schuf Gott uns?
Gott ist nicht … religiös, nett, „einer von uns”, ein Amerikaner, ein Kapitalist“ ist der Titel eines vor kurzem erschienen Buches. Es erörtert falsche Vorstellungen von Gott.
Es ist eine interessante Übung, zu untersuchen, wie unser Konstrukt [Gedankengebäude] von Gott durch unsere Familie und Freunde geformt wurde; durch Literatur und durch die Kunst; durch Fernsehen und Medien; durch Lieder und Folklore; durch unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse; und natürlich durch religiöse Erfahrungen und populäre Philosophie.
Die Realität ist, dass Gott weder ein Konstrukt noch ein Konzept ist. Gott ist keine Idee, keine abstrakte Vorstellung unseres intelligenten Verstandes.
Aus Sicht der Bibel kommt alles, sogar unsere Gedanken und unsere Fähigkeit, Ideen zu entwickeln, von dem Gott, den wir nicht geschaffen haben, oder dessen Charakter und dessen Eigenschaften nicht von uns geformt wurden (Kol 1,16-17; Hebr 1,3); der Gott, der einfach Gott ist. Gott hat weder Anfang noch Ende.
Am Anfang war keine menschliche Vorstellung von Gott, vielmehr war am [im] Anfang (ein zeitlicher Bezug, den Gott für unser begrenztes Verständnis benutzt) Gott (1Mo 1,1; Joh 1,1). Wir haben Gott nicht erschaffen, sondern Gott schuf uns nach seinem Bilde (1Mo 1,27).
Gott ist, daher sind wir. Der ewige Gott ist der Schöpfer aller Dinge (Apg 17,24-25); Jes 40,28, usw.) und nur durch seinen Willen existieren alle Dinge.
Viele Bücher spekulieren darüber, wie Gott ist. Zweifellos könnten wir mit einer Liste von Eigenschafts- und Hauptwörtern aufwarten, die unsere Ansicht, wer Gott ist und was er tut, beschreiben. Das Ziel dieses Studiums ist jedoch, Notiz davon zu nehmen, wie Gott in der Heiligen Schrift beschrieben wird, und zu besprechen, warum diese Beschreibungen für den Gläubigen von Bedeutung sind.
REFLEKTION:
Nehmen Sie sich Zeit, aufzuschreiben, wie Gott Ihrer Meinung nach ist.
In welchem Umfang basieren Ihre Eindrücke über Gott auf Ihrer bisherigen Erfahrung, auf der Ansicht von Kollegen und Freunden, Familie und Schule, auf gegenwärtigen Meinungen in der Gesellschaft, auf dem Bild, das Sie von sich selbst haben?
Die Bibel beschreibt den Schöpfer als ewig, unsichtbar, allwissend und allmächtig
Gott besteht vor seiner Schöpfung (Ps 90,2) und er „wohnt ewig“ (Jes 57,15). „Niemand hat Gott je gesehen“ (Joh 1,18), und er ist nicht physisch, sondern „Gott ist Geist“ (Joh 4,24). Er ist nicht durch Zeit und Raum begrenzt, und nichts ist vor ihm verborgen (Ps 139,1-12; 1Kön 8,27, Jer 23,24). Er „erkennt [weiß] alle Dinge“ (1Joh 3,20).
In 1. Mose 17,1 erklärt Gott dem Abraham: „Ich bin der allmächtige Gott“, und in Offenbarung 4,8 verkünden die vier lebendigen Wesen: „Heilig, heilig, heilig, ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt“. „Die Stimme des Herrn ergeht mit Macht, die Stimme der Herrn ergeht herrlich“ (Ps 29,4).
Paulus weist Timotheus an:
„Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen“ (1Tim 1,17).
Ähnliche Beschreibungen der Gottheit kann man in der heidnischen Literatur und in vielen nicht-christlichen religiösen Traditionen finden.
Paulus legt nahe, dass die Souveränität Gottes jedem offensichtlich sein sollte, wenn man die Wunder der Schöpfung betrachtet. „Denn“, so schreibt er, „Gottes unsichtbares Wesen, seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken“ (Röm 1,20).
Paulus’ Sicht ist ziemlich klar: Menschen „sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken (Röm 1,21) und sie schufen ihre eigenen Religionen und ihren Götzendienst. Er weist in Apostelgeschichte 17,22-31 auch darauf hin, dass Menschen in Bezug auf die göttliche Natur aufrichtig verwirrt sein können.
Gibt es zwischen dem christlichen Gott und anderen Gottheiten einen qualitativen Unterschied?
Aus biblischer Perspektive sind die Götzen, die antiken Götter der griechischen, römischen, mesopotamischen und anderer Mythologien, die Objekte der Anbetung in der Gegenwart und Vergangenheit, in keiner Weise göttlich, weil „der Herr, unser Gott, der Herr allein ist“ (5Mo 6,4). Es gibt keinen Gott außer den wahren Gott (2Mo 15,11; 1Kön 8,23; Ps 86,8; 95,3).
Jesaja erklärt, dass andere Götter „nichts sind“ (Jes 41,24), und Paulus bekräftigt, dass diese „so genannten Götter“ keine Göttlichkeit besitzen, weil es „keinen Gott als den einen gibt“, „einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind“ (1Kor 8,4-6). „Haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gott geschaffen?“ fragt der Prophet Maleachi rhetorisch. Siehe auch Epheser 4,6.
Es ist wichtig für den Gläubigen, Gottes Majestät wertzuschätzen und vor dem einen Gott Ehrfurcht zu haben. Dies ist jedoch für sich allein nicht ausreichend. „Siehe, Gott ist groß und unbegreiflich, die Zahl seiner Jahre kann niemand erforschen“ (Hi 36,26). Ein bemerkenswerter Unterschied zwischen der Anbetung des biblischen Gottes und der Anbetung der so genannten Götter liegt darin, dass der biblische Gott möchte, dass wir ihn gründlich kennen, und auch er möchte uns persönlich und individuell kennen. Gott der Vater möchte mit uns nicht aus einer Distanz in Beziehung treten. Er ist „uns nahe“ und nicht „ein Gott, der weit weg ist“ (Jer 23,23).
REFLEKTION:
Wie würden Sie die Größe Gottes beschreiben?
Wie würden Sie den Unterschied zwischen dem biblischen Gott und den Göttern anderer Religionen beschreiben?
Gott ist ...
Daher ist der Gott, nach dessen Bilde wir gemacht sind, eins [einer]. Eine Auswirkung, dass wir nach Gottes Ebenbild geschaffen sind, ist die Möglichkeit, dass wir wie er sein können. Aber wie ist Gott? Die Heilige Schrift widmet der Offenbarung, wer Gott ist und wie er ist, breiten Raum.
Betrachten wir einige biblische Vorstellungen von Gott, und wir werden sehen, wie das Verständnis dessen, wie Gott ist, geistliche Eigenschaften anregt, die im Gläubigen in seiner oder ihrer Beziehung mit anderen Menschen entwickelt werden sollen.
Bezeichnenderweise weist die Heilige Schrift den Gläubigen nicht an, Gottes Bild im Sinne von Größe, Allmacht, Allwissenheit usw. zu reflektieren.
Gott ist heilig (Offb 6,10; 1Sam 2,2; Ps 78,4; 99,9; 111,9; usw.)
Gott ist herrlich in seiner Heiligkeit (2Mo 15,11). Viele Theologen definieren Heiligkeit als den Seinszustand, für göttliche Zwecke ausgesondert oder geweiht zu sein. Heiligkeit ist die ganze Sammlung von Eigenschaften, die definieren, wer Gott ist, und die ihn von falschen Göttern unterscheiden.
Hebräer 2,14 sagt uns, dass ohne Heiligkeit „niemand den Herrn sehen wird“; „… sondern wie der, euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel“ (1Pt 1,15-16; 3Mo 11,44). Wir sollen an „seiner Heiligkeit Anteil erlangen“ (Hebr 12,10).
Gott ist Liebe und voller Barmherzigkeit (1Joh 4,8; Ps 112,4; 145,8)
Die obige Passage im 1. Johannesbrief sagt, dass diejenigen, die Gott kennen, durch ihre ausstrahlende Anteilnahme für andere identifiziert werden können, weil Gott Liebe ist. Liebe blühte innerhalb der Gottheit „vor der Grundlegung der Welt“ (Joh 17,24), weil Liebe die innewohnende Natur Gottes ist.
Weil er Barmherzigkeit [Mitgefühl] zeigt, sollen wir einander auch Barmherzigkeit erweisen (1Pt 3,8, Sach 7,9).
Gott ist gnädig, barmherzig, vergebend (1Pt 2,3; 2Mo 34,6; Ps 86,15; 111,4; 116,5; usw).
Ein Ausdruck von Gottes Liebe ist „seine große Güte“ (Kl 3,2). Gott ist bereit „zu vergeben, er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte“ (Neh 9,17). „Bei dir aber, Herr, unser Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung. Denn wir sind abtrünnig geworden“ (Dan 9,9).
„Der Gott aller Gnade“ (1Pt 5,10) erwartet, dass seine Gnade ausgestreut wird (2Kor 4,15), und dass Christen seine Gnade und Vergebung im Umgang mit anderen widerspiegeln (Eph 4,32).
Gott ist gut (Lk 18,19; 1Chr 16,34; Ps 25,8; 34,8; 86,5; 145,9)
„Alle gute und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts“ (Jak 1,17).
Der Empfang von Gottes Güte ist eine Vorbereitung für Reue – „oder verachtest du den Reichtum seiner Güte… Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet“ (Röm 2,4)?
Der Gott, der in der Lage ist, „überschwänglich zu tun über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen“ (Eph 3,20), sagt dem Gläubigen, „allen Menschen Gutes zu tun“, denn wer Gutes tut, ist von Gott (3Joh 11).
REFLEKTION:
Wie hilft das Studium, wie Gott ist, Ihnen als Christ?
Sehen Sie, wie Eigenschaften Gottes uns darüber unterrichten, wie wir sein Bild reflektieren sollten?
Gibt es persönliche Bereiche in Ihrem Leben, die Sie als Ergebnis dieses Studiums vor Gott bringen müssen?
Gott ist für uns (Röm 8,31)
Natürlich ist Gott viel mehr als physische Sprache beschreiben kann. „Seine Größe ist unausforschlich“ (Ps 145,3).
Wie können wir Ihn kennen lernen und sein Bild widerspiegeln? Wie können wir sein Verlangen erfüllen, dass wir heilig, liebevoll, voll von Mitgefühl, gnädig, barmherzig, vergebend und gut sind?
Gott, „bei dem keine Veränderung ist, noch Wechsel des Lichts und der Finsternis“ (Jak 1,17) und dessen Charakter und dessen von Gnade erfülltes Vorhaben sich nicht ändern (Mal 3,6), hat für uns einen Weg eröffnet. Er ist für uns, und verlangt danach, dass wir seine Kinder werden (1Joh 3,1).
Hebräer 1,3 informiert uns, dass Jesus, der seit ewigen Zeiten gezeugte Sohn Gottes, die genaue Widerspiegelung von Gottes innerem Wesen ist – „das Ebenbild seiner Person“ (Hebr 1,3). Wenn wir ein greifbares Bild vom Vater benötigen – Jesus ist es. Er ist das „Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ (Kol 1,15).
Christus sagte: „Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will“ (Mt 11,27).
Der Weg, Gott kennen zu lernen ist durch seinen Sohn.
REFLEKTION:
Sind wir aus uns selbst heraus fähig, Gottes Bild voll widerzuspiegeln?
Können wir an Wege denken, wie Gott für die Menschheit sorgt?
Wie können wir das Bild Gottes verstehen und ihn kennen lernen?
Schlussfolgerung
Die Heilige Schrift offenbart, wie Gott ist, und dies ist für den Gläubigen von Bedeutung, weil wir nach Gottes Ebenbild geschaffen wurden.
Auszug aus den „Glaubenssätzen der Weltweiten Kirche Gottes“:
(http://www.wcg.org/de/info/?id=16&uid=wkg)
Gott, der Vater
„Gott, der Vater, ist die erste Person der Gottheit, der Ursprungslose, von dem der Sohn vor ewiger Zeit gezeugt ist und von dem der Heilige Geist ewig ausgeht durch den Sohn. Der Vater, der alles Sichtbare und Unsichtbare durch den Sohn geschaffen hat, sendet den Sohn aus, damit wir das Heil erlangen, und schenkt den Heiligen Geist zu unserer Erneuerung und Annahme als Kinder Gottes.“
(Johannes 1,1.14, 18; Römer 15,6; Kolosser 1,15-16; Johannes 3,16; 14,26; 15,26; Römer 8,14-17; Apostelgeschichte 17,28)
Weiterer Lesestoff
Packer, J.I. Gott erkennen – Das Zeugnis vom einzig wahren Gott; Verlag der Liebenzeller Mission 2005; ISBN 3-921113-85-7
Laythem, D. Brent. God is not…Religious, Nice, “One of us”, An American, A Capitalist.2004. Brazon Press: USA.
Nächstes Studium:
Wer ist Jesus Christus, und warum ist er für den Glauben eines Christen von zentraler Bedeutung?
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