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Zeitschrift Nachfolge

NF Oktober-Dezember 2009

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Die Suche nach Werten

Werte und Ethik sind zentrale Anliegen im ideellen Handbuch für die Menschheit, dem Wort Gottes - der Bibel. Wir halten die Grundsätze, Leitlinien, Einsichten für alles andere als überholt. Nie waren sie nötiger und aktueller als heute. Wir glauben, dass die Wertefragen nicht allein den Politikern, Wissenschaftlern und Lehrern überlassen werden dürfen.

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Die sieben Grundlagen von Jesu Führerschaft

von Rick Warren

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Es gibt keine perfekten Leiter. Ich bin kein perfekter Leiter, noch sind Sie es. Aber Jesus ist es. Es gibt zum Thema Führerschaft [Leiterschaft] keinen besseren Lehrer als Jesus. Was hat ihn zu einem solch effektiven Leiter gemacht? Es gibt viele Gründe dafür. In diesem Artikel werde ich Ihnen sieben geben.

1. Identifikation:
Ich muss wissen, wer ich bin. Um ein Leiter zu sein, müssen Sie wissen, wer Sie sind. Alle großen Führer kennen ihre Stärken und ihre Schwächen. Wir sind ein Bündel von beiden. Führerschaft heißt nicht, eines zu Gunsten des anderen zu ignorieren. Es bedeutet, diesbezüglich ehrlich zu sein. Gute Führer versuchen nicht etwas zu sein, was sie nicht sind. Sie sind selbstbewusst.

Jesus hatte über seine Identität keine Zweifel. Er sagte:
● Ich bin das Licht der Welt
● Ich bin der Sohn Gottes
● Ich bin der Weg
● Ich bin die Wahrheit
● Ich bin das Leben
● Ich bin das Brot des Lebens

Jesus definierte sich selber achtzehn Mal indem er sagte: „Ich bin…“ Er ließ sich nicht von anderen Menschen definieren. Er definierte sich selbst. Wenn Sie ein Leiter sein wollen, müssen Sie wissen, wer Sie sind.

2. Klärung:
Sie müssen wissen, was Sie erreichen möchten. Sie müssen klären, was Sie mit Ihrem Leben gemäß der Berufung Gottes tun sollten. Die Richtung Ihres Lebens ist Ihre Entscheidung. Wenn Sie die Richtung, in die Ihr Leben zur Zeit steuert, nicht mögen, dann ändern Sie sie. Niemand setzt Ihnen eine Pistole auf die Brust. Niemand macht Sie zu einem Opfer. Niemand zwingt Sie auf die Art und Weise zu dienen, in der Sie jetzt dienen.

Jesus wusste genau, was Gott ihm zu tun aufgetragen hatte. Er war ein geradliniger Führer, der sich klare Ziele setzte. In Johannes 8 sagte er: „Ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe“ (V. 14). Jesus hatte einen klaren Zweck. Er wusste nicht bloß, wer er war, sondern was er mit seinem Leben tun wollte. Er war wahrlich ein Leiter, der von seinem Auftrag angetrieben wurde.

Gott hat einen Zweck für Ihr Leben und Ihren Dienst. Wenn Sie ihn nicht erfüllen, haben Sie Ihr Leben vergeudet. Sie wurden auf die Erde gesetzt, um für den Zweck, für den Gott Sie geschaffen hat, zu leben. Ein Leiter kennt diesen Zweck und verfolgt ihn mit Leidenschaft.

3. Motivation:
Wissen, wem man gefallen möchte. Sie müssen die Frage der Motivation regeln. Sie können nicht jedem gefallen. Genau in dem Augenblick, in dem Sie eine Person glücklich machen, werden Sie jemand anders verärgern.

Jesus lebte nur für eine Audienz. Sein ganzer Zweck war es, seinem himmlischen Vater zu gefallen. Jesus sagt dies in Johannes 5 sinngemäß: „Ich versuche nur dem Einen zu gefallen, der mich gesandt hat.“ Jesus versuchte nicht, einen Popularitätswettbewerb zu gewinnen; er wollte bloß Gott gefallen.

Das ist eine Lektion, die wir als Leiter lernen müssen. Sie müssen lernen, sich um die Meinungen anderer nicht zu kümmern. Sie müssen sich auf Gottes Meinung konzentrieren. Zollen Sie denen, die Ihnen Beifall spenden oder Sie verspotten keine Aufmerksamkeit. Beide werden Sie ablenken.

4. Zusammenarbeit:
Arbeiten Sie mit einer kleinen Gruppe. Sie leiten nie allein. Sie leiten im Kontext eines Teams. Alle großen Führer sind große Team-Arbeiter. In der Tat, wenn Sie kein Team haben, sind Sie kein Leiter. Dann sind Sie ein Einzelgänger. Der Test von Führerschaft liegt darin, ob jemand Ihnen folgt.

Jesus modellierte diese Art von Dienst. Er hat den Dienst nie allein gemacht. In Markus 3,14 heißt es: „Und er setzte zwölf ein, die er Apostel nannte, dass sie bei ihm sein sollten und dass er sie aussendete zu predigen, und dass sie Vollmacht hätten, die bösen Geister auszutreiben.“ Jesus warb andere Menschen an, um mit ihm den Auftrag auszuführen.

Wenn Gott Ihnen eine Vision für Ihren Dienst gibt, wird er anderen Menschen mit derselben Vorstellung mit Ihnen zusammenbringen. Wenn niemand mit Ihrer Vorstellung übereinstimmt, wissen Sie was? Dann ist sie nicht von Gott.

5. Konzentration:
Fokussieren Sie Ihre Sicht auf das, was wichtig ist. Leiter müssen sich auf das Wichtige konzentrieren. Das Leben ist voll von Dingen, die Sie von dem, was wichtig ist, ablenken werden. Manchmal können wir auch von guten Dingen abgelenkt wurden. Wenn Satan Ihr Leben nicht vermasseln kann, indem er Sie dazu bringt, das Falsche zu tun, wird er Ihr Leben vermasseln, indem er Ihnen zu viele gute Dinge zu tun gibt.

Jesus war ein Meister der Konzentration. Er fokussierte sein Leben wie einen Laser-strahl. In Lukas 9,51 heißt es: „Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war, dass er hingenommen werden sollte, da wandte er sein Angesicht stracks nach Jerusalem zu wandern.“ Er wandte sich nach Jerusalem, um für uns am Kreuz zu sterben. Er tat es mit einem eisernen Willen. Er ließ nicht zu, dass ihn etwas von dem, was wichtig war, ablenkte.

Ihr Dienst hat unglaubliches Potenzial. Aber dieses Dienstpotenzial kann nicht realisiert werden, bis Sie entscheiden, was wirklich wichtig ist. Entscheiden Sie, was am Wichtigsten ist, und Gott wird Ihr Leben auf eine Weise benutzen, wie Sie sich das nie vorstellen könnten.

6. Meditation:
Hören Sie auf Gott. Machen Sie das Hören auf Gott zu einer Gewohnheit Ihres Lebens, so wie Jesus es tat. Gebet war ein regelmäßiger Teil seines Lebens. Die Bibel sagt uns in Markus 1,35: „Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.“

Wenn Jesus allein sein und auf Gott hören musste, glauben Sie nicht, dass Sie das auch brauchen? Sie brauchen stille Zeit, um nachzudenken, erneuert zu werden und die Batterien neu aufzuladen. Sie brauchen Zeit, um einfach allein zu sein und auf Gott zu hören.

7. Erholung:
Nehmen Sie sich Zeit, die Batterien aufzuladen. Führerschaft ist kräfteraubend. Es ist harte Arbeit. Wir alle brauchen Zeit, um zu entspannen. Jesus ermutigte seine beschäftigten Jünger, Zeit für Entspannung zu nehmen. In Markus 6,31 heißt es: „Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht Zeit genug zum Essen.“

Jesus erkannte, dass die Jünger eifrig am Dienen waren, und sie waren müde. Sie brauchten eine Pause. So sagte er ihnen, sie sollten sich zurückziehen und ruhen. Das vierte Gebot sagt Folgendes: Nehmt jeden siebten Tag eine Auszeit. Pastoren, dies ist auch für euch gültig. Sie brauchen einen Tag, wo Sie von der Kirche weg sind.

Vor Jahren lernte ich einen Schlüssel zu dauerhafter Führerschaft kennen: Jeden Tag etwas Ablenkung (Vergnügen) suchen, sich wöchentlich zurückziehen und jährlich einmal eine Auszeit nehmen.

Tägliche Ablenkung bedeutet, jeden Tag etwas Vergnügliches tun. Suchen Sie sich ein Hobby. Tun Sie, was Sie entspannt.
Wöchentlicher Rückzug bedeutet, dass Sie jede Woche einen Tag frei nehmen, um sich zu entspannen und zu erneuern.
Jährliche Auszeit bedeutet, dass Sie eine bestimmte Zeitlang weggehen und alles vergessen.

Ihre Führerschaft ist das Schlüsselelement, um Ihrer Kirche zu helfen, das zu werden, wozu Gott Sie berufen hat. In der Tat, die Bibel sagt in Sprüche 11,14: „Wo nicht weiser Rat (Führung) ist, geht das Volk unter.“ Das trifft auf jeden einzelnen Bereich unseres Lebens zu. Ohne weise Leitung ist Ihre Kirche in Schwierigkeiten. Lernen Sie von Jesus über Führerschaft. Wir haben keinen besseren Leiter.

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