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NF Oktober-Dezember 2009

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Wird Christus zurückkehren?

Die Prophezeiungen der Alten und Neuen Testaments versichern uns, dass Christus am Ende der Zeiten in Macht und Herrlichkeit auf diese Erde zurückkehren wird.

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Säkularisierung Europas - können wir den Trend umkehren?

Missionsbrief, Mai 2008

von James Henderson

Liebe Evangeliums-Mitarbeiter der Weltweiten Kirche Gottes,

würdet Ihr zustimmen, dass das Christentum als Staatsreligion in Europa versagt hat?

Trotz Jahrhunderten von Christentum bleibt nicht viel von unserem ursprünglichen Glauben übrig. Es gibt nur schlecht informierte Auffassungen über Christus und seine Botschaft und eine Berieselung von einer mit der Bibel verknüpften Moral und Ethik, die in einen größtenteils humanistischen Satz von Werten, der von der Mehrheit der Gesellschaft begrüßt wird, übernommen wurde.

Die christliche Geschichte ist nicht die Haupterklärung für den Zustand des Menschen, die angeboten wird. Sie ist bloß eine von vielen Wegen vor unseren Augen. Wir müssen auch nur einen Glauben wählen, dem wir folgen wollen, wenn wir uns entscheiden, irgendeinem Glauben zu folgen – wir können nach unseren eigenen Vorlieben mischen und anpassen, indem wir ein bisschen von einem Glaubens-muster und von anderen nehmen, um unsere persönliche Weltanschauung zu schaffen – „Designer Spiritualität“ ist in Mode.

Es ist für uns schwer, solchen Vorstellungen entgegenzutreten. Könnte das Christentum ein Auslaufmodell sein? Wie steht es mit all den Kampagnen und Missionseinsätzen? Haben wir versagt? Einige würden dies bejahen. Einige Statistiken legen nahe, dass zur Mitte des Jahrhunderts nur mehr sehr wenige Kirchen existieren werden.

Würde Gott dies zulassen? Nun, solche Dinge sind bereits passiert. Der beschwerliche Nahe Osten war die Gegend, wo das Evangelium zuerst gepredigt wurde und zu einer bestimmten Zeit gedieh es dort und in Kleinasien (der modernen Türkei), aber nun sind diese Gegenden größtenteils frei von bedeutendem christlichem Einfluss. Nordafrika ist eine andere Gegend, wo die Kirche florierte, aber die gegenwärtige christliche Präsenz kann man in Bezug auf die Größe der Bevölkerung vernachlässigen. Warum könnte das also nicht auch in unseren Nationen passieren? Historisch gesehen ist das Christentum in gewissen Gegenden so gut wie verschwunden – es ist möglich.

Können wir den Trend umkehren? Ist es zu spät?
In einer Weise haben Christen eine Wahl. Wir können Zuschauer sein und den nicht so langsamen Niedergang unseres Glaubens beobachten. Oder wir können Spieler für das Evangelium sein, es aktiv leben und unsere Berufung mit anderen teilen.

Der erste Schritt für einen Spieler besteht darin, anderen an ihrem Punkt der Not zu begegnen. Während seines ganzen Dienstes traf Jesus Menschen an ihrem Punkt der Not, nicht bloß physisch, wie im Falle des Heilens, sondern auch geistlich.

In diesem egozentrischem Zeitalter denken wir meistens an uns selbst und an unsere Bedürfnisse – immer an „mich“ und was ich möchte. Es gibt eine alte Fabel von einem gut aussehenden Mann namens Narzissus, der sein Abbild das erste Mal sah, als er auf seine Widerspiegelung in einem Wasserteich schaute. Als er sich anschaute, verliebte er sich in sich selbst und wurde mit seinen eigenen Bedürfnissen und Wünschen beschäftigt. Es gibt heute ein Wort, dass von seinem Namen abgeleitet wurde – Narzissmus: In sich selbst verliebt sein. Das ist der Zustand, in dem sich heute viele befinden – wir leben in einer narzisstischen Gesellschaft, in uns verliebt. Schließlich erkannte Narzissus, dass die Selbstliebe nutzlos ist und zu einem Mangel an Erfüllung führt.

Traurigerweise betonen heute einige christliche Leiter die Vorstellung, dass die eigenen geistlichen Bedürfnisse wichtiger sind als die Bedürfnisse anderer. Oder dass es für einen Christen wichtiger ist, „Segnungen“ zu haben – etwas von Gott zu bekommen – als dass Jesus andere Menschen durch uns segnet; Jesus betonte, dass es seliger ist zu geben statt zu nehmen . Das „Ich“ wird in der populären christlichen Literatur oft betont - geistlicher Narzissmus. „Finden wir uns selber in Jesus, statt dass andere Jesus in uns finden“ - irgendwie ist es alles verdreht.

Wenn sich unser Lebensstil nur auf uns und unsere Bedürfnisse (geistliche oder andere) konzentriert, ist es unwahrscheinlich, dass wir die Bedürfnisse anderer sehen. Beim Christentum geht es nicht darum, unsere Bedürfnisse zu erfüllen – es geht darum, die Bedürfnisse anderer an erste Stelle zu setzen. Der Glauben richtet sich nach außen, nicht nach innen. Es geht darum, Menschen an ihrem Punkt der Not zu begegnen – „in Demut achte einer den anderen höher als sich selber“ (Phil 2,3).

Der erste Schritt bedingt Reue. Wir wenden uns von unserem geistlichen Egoismus ab und wenden uns hin zum Vater und seinem Evangelium von Jesus Christus. Es gibt ein Werk zu tun und es beginnt damit, uns aus unserer Selbstversenkung und unserer Selbstzufriedenheit wachzurütteln.

Wenn wir jemals den Säkularismus sowohl individuell und kollektiv konfrontieren wollen, müssen wir mit dem Werk Gottes vorankommen. Unsere Glaubensgemeinschaft muss die Stimme für Jesus erheben, seine Gegenwart bekanntmachen. Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Bitte betet, dass Gott uns für das Evangelium benutzen wird, dass sich für uns Türen des Glaubens öffnen und dass wir mit Mut durch diese Türen gehen.

Vielen Dank für eure andauernde Unterstützung der Evangeliums-Arbeit der Weltweiten Kirche Gottes.

In Christi Dienst
Joseph Tkach

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