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Zeitschrift Nachfolge

NF Oktober-Dezember 2009

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Christus ist auferstanden

Mit dem Tod Jesu Christi war seine Geschichte nicht zu Ende. Im Gegenteil: Für Christen ist die Auferstehung Jesu das alles entscheidende Ereignis der Geschichte, auf das sich der Glaube gründet.

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Wer oder was ist Satan? - Lektion 9

...und warum Christen sich vor ihm in Acht nehmen müssen.

Satan ist nicht göttlich

Die Bibel macht deutlich, dass es nur einen Gott gibt (Mal 2,10; Eph 4,6), und er ist Vater, Sohn und Heiliger Geist (siehe Lektion Nr. 5).

Satan besitzt nicht die charakteristischen Merkmale der Gottheit. Er ist nicht der Schöpfer, er ist nicht allgegenwärtig, nicht allwissend, nicht voller Gnade und Wahrheit, nicht „der allein Gewaltige, der König der Könige und Herr aller Herren“ (1Tim 6,15), usw.

Die Heilige Schrift weist darauf hin, dass Satan in seinem ursprünglichen Zustand unter den geschaffenen Engeln war. Engel sind geschaffene dienstbare Geister (Neh 9,6; Hebr 1,13-14), mit freiem Willen ausgestattet.

Engel führen Gottes Befehle aus und sind mächtiger als Menschen (Ps 103,20; 2Pt 2,11). Es wird auch berichtet, dass sie Gläubige beschützen (Ps 91,11) und Gott preisen (Lk 2,13-14; Offb 4 usw.).

Satan, dessen Name „Widersacher“ bedeutet, und dessen Name auch der Teufel ist, führte vielleicht bis zu einem Drittel der Engel in einer Rebellion gegen Gott an (Offb 12,4). Trotz dieser Abtrünnigkeit schart Gott „Tausende von Engeln“ um sich (Hebr 12,22).

Dämonen sind Engel, die „ihren himmlischen Rang nicht bewahrten, sondern ihre Behausung verließen“ (Jud 6) und sich Satan anschlossen. „Denn Gott hat selbst die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis in die Hölle gestoßen und übergeben, damit sie für das Gericht festgehalten werden“ (2Pt 2,4). Die Aktivität der Dämonen ist durch diese geistlichen und metaphorischen Ketten begrenzt.

Die Typologie von alltestamentlichen Abschnitten wie Jesaja 14 und Hesekiel 28 weist darauf hin, dass Satan ein besonderes Engelwesen war, eine spekulieren, dass es ein Erzengel war, der bei Gott in gutem Ansehen stand.

Satan war „tadellos“ von dem Tage an, als er geschaffen wurde, bis an ihm Missetat gefunden wurde, und er war „voller Weisheit und über die Maßen schön“ (Hes 28,12-15).

Doch wurde er „voll Frevels“, sein Herz wurde auf Grund seiner Schönheit hochmütig, und seine Weisheit wurde wegen seines Glanzes verdorben. Er gab seine Heiligkeit und seine Fähigkeit auf, in Barmherzigkeit zuzudecken und wurde ein „Schauspiel“, zur Zerstörung bestimmt (Hes 28,16-19).

Satan wandelte sich vom Lichtbringer (der Name Luzifer in Jesaja 14,12 bedeutet „Lichtbringer“) zur „Macht der Finsternis“ (Kol 1,13; Eph 2,2), als er entschied, dass sein Status als Engel nicht genug war, und er wie der „Allerhöchste“ göttlich werden wollte (Jes 14,13-14).

Vergleichen Sie das mit der Reaktion des Engels, den Johannes anbeten wollte: „Tu es nicht!“ (Offb 19,10). Engel sollen nicht angebetet werden, weil sie nicht Gott sind.

Weil die Gesellschaft aus den negativen Wer¬ten, die Satan unterstützte, Götzen gemacht hat, nennt ihn die Heilige Schrift den „Gott dieser Welt“ (2Kor 4,4), und den „Mächtigen, der in der Luft herrscht“ (Eph 2,2), dessen verdorbener Geist überall vorhanden ist (Eph 2,2). Doch Satan ist nicht göttlich und steht nicht auf derselben geistlichen Ebene wie Gott.

Reflektion
Welche Werte untermauern Ihr tägliches Leben?
Reflektieren einige von ihnen „den Gott dieser Welt“ und seine Werte?



„Der Teufel sündigt von Anfang an“ (1Joh 3,8). „Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge“ (Joh 8,44). Mit seinen Lügen klagt er Gläubige „Tag und Nacht vor unserem Gott“ an (Röm 12,10).

Er ist böse, genauso wie er in den Tagen Noahs die Menschheit zur Bosheit verführte: Das Dichten und Trachten ihres Herzens war nur böse immerdar (1Mo 6,5).

Sein Verlangen ist es, seinen bösen Einfluss auf Gläubige und potenzielle Gläubige auszuüben, um sie vom „hellen Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi“ (2Kor 4,4) abzulenken, sodass sie keinen „Anteil an der göttlichen Natur“ erhalten (2Pt 1,4).

Zu diesem Zweck verleitet er Christen zur Sünde, so wie er Christus versuchte (Mt 4,1-11), und er benutzte Hinterlist, wie bei Adam und Eva, um sie „von der Einfalt gegenüber Christus“ (2Kor 11,3) abzulenken. Um dies zu erreichen, verstellt er sich manchmal als „Engel des Lichts“ (2Kor 11,14), und gibt sich als etwas aus, was er nicht ist.

Durch Verlockungen und durch den Einfluss der Gesellschaft unter seiner Kontrolle, versucht Satan, Christen dazu zu bringen, sich selber von Gott zu entfremden. Ein Gläubiger trennt sich selber durch seine/ihre freie Willensentscheidung, zu sündigen von Gott, indem er der sündigen menschlichen Natur nachgibt und so Satans verdorbenen Wegen folgt und seinen beträchtlichen betrügerischen Einfluss akzeptiert (Mt 4,1-10; 1Joh 2,16-17; 3,8; 5,19; Eph 2,2; Kol 1,21; 1Pt 5,8; Jak 3,15).

Doch ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass Satan und seine Dämonen, einschließlich aller Versuchungen Satans, der Autorität Gottes unterliegen. Gott erlaubt solche Aktivitäten, weil es Gottes Wille ist, dass Gläubige die Freiheit (den freien Willen) haben, geistliche Entscheidungen zu treffen (Hi 16,6-12; Mk 1,27; Lk 4,41; Kol 1,16-17; 1Kor 10,13; Lk 22,42; 1Kor 14,32).

Reflektion
Auf welche Weise werden Sie versucht, und auf welche Weise sind Sie bestrebt, Versuchungen zu überwinden?
Wie üben Sie Ihren freien Willen aus, um Jesus Christus zu folgen?


Wie sollte der Gläubige auf Satan reagieren?

Die wichtigste von der Bibel vorgeschriebene Reaktion des Gläubigen auf Satan und seine Versuche, uns zur Sünde zu verlocken besteht darin, „dem Teufel zu widerstehen, so flieht er von euch“ (Jak 4,7; Mt 4,1-10), und ihm somit „keinen Raum“ oder keine Gelegenheit zu geben (Eph 4,27).

Satan zu widerstehen umfasst Gebet um Schutz, sich Gott im Gehorsam gegenüber Christus zu unterstellen, sich bewusst sein, wie sehr uns das Böse anzieht, geistliche Eigenschaften erwerben (was Paulus als das Anziehen der ganzen Waffenrüstung Gottes nennt), Glaube an Christus, der durch den Heiligen Geist auf uns aufpasst (Mt 6,31; Jak 4,7; 2Kor 2,11; 10,4-5; Eph 6,10-18; 2Th 3,3).

Widerstehen beinhaltet auch, geistlich wachsam zu sein, „denn der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge“ (1Pt 5,8-9).

Vor allem setzen wir unser Vertrauen in Christus. In 2. Thessalonicher 3,3 lesen wir, „dass der Herr treu ist; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen“. Wir verlassen uns auf die Treue Christi, indem wir „fest im Glauben stehen“ und uns ihm im Gebet ganz hingeben, dass er uns vom dem Bösen erlösen wird (Mt 6,13).

Christen sollten in Christus bleiben (Joh 15,4) und es vermeiden, sich mit den Aktivitäten Satans zu beschäftigen. Sie sollten über Dinge nachdenken, die ehrbar, gerecht, rein, lieblich sind und einen guten Ruf haben (Phil 4,8) meditieren, statt „die Tiefen des Satans“ zu erforschen (Offb 2,24).

Gläubige müssen auch die Verantwortung akzeptieren, Verantwortung für ihre persönlichen Sünden zu übernehmen und nicht Satan die Schuld zu geben. Satan mag der Urheber des Bösen sein, aber er und seine Dämonen sind nicht die einzigen, die das Böse aufrechterhalten, weil Männer und Frauen aus ihrem eigenen Willen heraus ihr eigenes Böse geschaffen haben und darin verharren. Die Menschen, nicht Satan und seine Dämonen, tragen die Verantwortung für ihre eigenen Sünden (Hes 18,20; Jak 1,14-15).

Reflektion
Beschuldigen Sie manchmal Satan für Ihre Situation im Leben? Was ist das Problem damit?
Wie schützt Sie der Glaube Jesu Christi vor dem Bösen?


Jesus hat bereits den Sieg errungen

Manchmal wird die Ansicht geäußert, dass Gott der größere, und Satan der geringere Gott ist, und dass sie irgendwie in einem ewigen Konflikt gefangen sind. Diese Vorstellung nennt man Dualismus.

Eine solche Sichtweise ist unbiblisch. Es gibt keinen anhaltenden Kampf um die universale Vorherrschaft zwischen den Mächten der Finsternis, angeführt von Satan, und den Mächten des Guten, angeführt von Gott. Satan ist nur ein geschaffenes Wesen, völlig Gott untergeordnet, und Gott hat in allen Dingen die oberste Autorität. Jesus hat über alle Ansprüche Satans gesiegt. Durch den Glauben an Christus haben wir bereits den Sieg, und Gott hat Souveränität über alle Dinge (Kol 1,13; 2,15; 1Joh 5,4; Ps 93,1; 97,1; 1Tim 6,15; Offb 19,6).

Daher brauchen Christen über die Wirksamkeit von Satans Angriffen gegen sie nicht übermäßig besorgt sein. Weder Engel noch Mächte noch Gewalten „können uns von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus ist“ (Röm 8,38-39).

Von Zeit zu Zeit lesen wir in den Evangelien und in der Apostelgeschichte, dass Jesus und die Jünger, die er speziell bevollmächtigte, Dämonen von Menschen austrieb, die körperlich und/oder geistig geplagt waren. Dies veranschaulicht den Sieg Christi über die Mächte der Finsternis. Die Motivation schloss sowohl Mitgefühl für die Leidenden als auch die Beglaubigung der Autorität Christi, des Sohnes Gottes, ein. Die Austreibung der Dämonen war mit der Linderung von geistlichen und/oder körperlichen Leiden, nicht mit der geistlichen Frage der Entfernung von persönlicher Sünde und ihrer Folgen verbunden (Mt 17,14-18; Mk 1,21-27; Mk 9,22; Lk 8,26-29; Lk 9,1; Apg 16,1-18).

Satan wird die Erde nicht mehr länger zum Zittern bringen, Königreiche erschüttern, die Welt zu einer Wüste machen, Städte zerstören und die Menschheit in einem Haus von geistlichen Gefangenen eingesperrt halten (Jes 14,16-17).

„Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre“ (1Joh 3,8). Indem Satan den Gläubigen zur Sünde reizt, hatte Satan die Macht, ihn oder sie zum geistlichen Tod zu führen, d. h. zur Entfremdung von Gott. Doch Jesus opferte sich selber, „damit er durch seinen Tod die Macht nähme dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel“ (Hebr 2,14).

Nach der Rückkehr Christi wird er den Einfluss Satans und seiner Dämonen entfernen, zusätzlich zu den Menschen, die ohne Reue an Satans Einfluss festhalten, indem er sie ein für alle Mal in den Gehenna-Feuersee werfen wird (2Th 2,8; Offb 20).

Reflektion
Was sind die geistigen Auswirkungen, dass Jesus bereits den Sieg errungen hat?
Auf welche Weise gibt der Sieg Christi dem Christen Trost?


Schluss

Satan ist ein gefallener Engel, der danach trachtet, Gottes Willen zu korrumpieren und den Gläubigen daran zu hindern, sein oder ihr geistliches Potenzial zu erreichen. Es ist wichtig, dass sich der Gläubige der Werkzeuge Satans bewusst ist, ohne sich zu sehr mit Satan oder Dämonen zu beschäftigen, damit Satan uns nicht übervorteilt (2Kor 2,11).

Auszüge aus den Glaubenssätzen der Weltweiten Kirche Gottes:

http://www.wcg.org/de/info/?id=16

SATAN

Satan ist ein gefallener Engel, Anführer der bösen Kräfte in der Geistwelt. In der Schrift wird er auf verschiedene Weise angesprochen: Teufel, Widersacher, der Böse, Mörder, Lügner, Dieb, Versucher, Verkläger unserer Brüder, Drache, Gott dieser Welt usw. Er steht in ständiger Rebellion gegen Gott. Durch seinen Einfluss sät er Zwietracht, Verblendung und Ungehorsam unter den Menschen. In Christus ist er bereits besiegt, und seine Herrschaft und sein Einfluss als Gott dieser Welt werden mit der Rückkehr Jesu Christi enden.
(Lukas 10,18; Offenbarung 12,9; 1. Petrus 5,8; Johannes 8,44; Hiob 1,6-12; Sacharja 3,1-2; Offenbarung 12,10; 2. Korinther 4,4; Offenbarung 20,1-3; Hebräer 2,14; 1. Johannes 3,8)

DIE ENGELWELT

Engel sind geschaffene Geistwesen. Sie sind mit Willensfreiheit ausgestattet. Die heiligen Engel dienen Gott als Boten und Beauftragte, sind dienstbare Geister für die, die das Heil erlangen sollen, und werden Christus bei seiner Wiederkehr begleiten. Die ungehorsamen Engel werden Dämonen, böse Geister und unreine Geister genannt.
(Hebräer 1,14; Offenbarung 1,1; 22,6; Matthäus 25,31; 2. Petrus 2,4; Markus 1,23; Matthäus 10,1)

HÖLLE

Hölle ist die Trennung und Entfremdung von Gott, die unverbesserliche Sünder erwählt haben. Im Neuen Testament ist von Hölle bildhaft als von einem „feurigen Pfuhl“, der „Finsternis“ und von Gehenna (nach dem Tal Hinnom bei Jerusalem, einer Verbrennungsstätte für Unrat) die Rede. Die Hölle wird als Strafe, Leid, Qual, ewiges Verderben, Heulen und Zähneknirschen beschrieben. Scheol und Hades, zwei oft mit „Hölle“ und „Grab“ übersetzte Begriffe aus den biblischen Ursprachen, beziehen sich meist auf das Totenreich. Die Bibel lehrt, dass reuelose Sünder den zweiten Tod im feurigen Pfuhl erleiden werden, aber sie macht es nicht absolut klar, ob dies Vernichtung oder bewusste geistliche Entfremdung von Gott bedeutet.
(2. Thessalonicher 1,8-9; Matthäus 10,28; 25,41.46; Offenbarung 20,14-15; 21,8; Matthäus 13,42; Psalm 49,14-15).

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