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WKG-Informationsbroschüre - Stand Juli 2008
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Ethischer Kodex für Älteste der WKG
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NF Oktober-Dezember 2009
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Die Geistwelt

PRÄAMBEL
Unser "Ethischer Kodex für Älteste" soll den Leib Christi erbauen helfen. Wir bitten darum, dass alle Ältesten der Kirche in sämtlichen gemeindlichen wie administrativen Funktionen sich diesen Kodex zu Herzen nehmen. Er ist als lebendiges Dokument gedacht, das unseren Charakter mitformen hilft, an dem wir ständig arbeiten, damit er Christi Wollen für uns, als Älteste seiner Kirche, immer besser widerspiegelt.
Ethik gibt uns eine sittliche Grundlage für Werturteile und Entscheidungen und das sich daraus ableitende Handeln. Ethisch ist die Entscheidungsfindung eines Christen dann, wenn sie fest im Gotteswort wurzelt und vom Heiligen Geist geleitet wird. Nur wenn diese beiden Voraussetzungen gegeben sind, finden wir eine Basis zum Verständnis des Gotteswortes.
Als Kirchenführer müssen wir uns dem Wort Gottes unterwerfen und müssen uns bei der Umsetzung der sittlichen Maximen der Schrift vom Heiligen Geist leiten lassen. Unser christliches Verhalten muss sich orientieren am Leben und den Lehren Jesu, den Lehren der biblischen Autoren und an der Führung durch den Heiligen Geist. Das Neue Testament stellt an uns Älteste, was Integrität, Berufsethos und Verhalten betrifft, hohe Ansprüche.
Als christliche Führer sind wir uns bewusst, dass Jesus Christus durch den Heiligen Geist in uns lebt. Wir bitten ihn, uns zu verwandeln, damit die Realität seines auferstandenen Lebens in unserem Denken und Tun zum Ausdruck kommt. Die Richtlinien und Grundsätze dieses "Ethischen Kodex für Älteste" sollen eine lebendige Verbindung schaffen zwischen der Praxis unserer seelsorgerischen Tätigkeit und der transzendenten Realität unseres Christseins.
Deshalb müssen wir als Älteste im Leib Christi danach trachten, unsere Lebensführung am Geist der Richtlinien und Grundsätze dieses Kodex auszurichten.
VERANTWORTUNG GEGENÜBER GOTT
Im Wissen, dass Jesus Christus das lebendige Haupt der Kirche ist, will ich danach streben, mich so zu verhalten, dass ich ihm Ehre mache. Das heißt, ich werde mich bemühen:
o Gott ein verantwortungsbewusster Diener zu sein.
o mein religiöses Leben durch geistliche Zucht, Einsatz meiner Geistesgaben und Werke des Dienstes verantwortungsvoll zu gestalten.
o mit Finanzmitteln und materiellen und geistigen Ressourcen verantwortungsbewusst umzugehen.
o für mein Tun gerade zu stehen und Situationen vermeiden, die auf den Namen Jesu Christi ein schlechtes Licht werfen könnten.
o mich sexuell reinzuhalten.
o dienend zu führen, im christlichen Sinne.
VERANTWORTUNG DER KIRCHENFÜHRUNG GEGENÜBER ÄLTESTEN
Im Geiste christlicher Brüderschaft haben kirchliche Vorgesetzte die Pflicht, Älteste zu unterstützen und ihnen gerechte und faire Behandlung angedeihen zu lassen. Das heißt, sollte ich eine leitende Position bekleiden, werde ich mich bemühen:
o ein offenes Ohr zu haben und auf Bitten und Anfragen von Ältesten prompt zu reagieren.
o fundierte und klare Führungsarbeit zu leisten, geistlich, kirchlich und administrativ.
o Klagen, die gegen einen Ältesten vorgebracht worden sind, offen und respektvoll mit diesem zu besprechen.
o Rückantworten auf Anfragen von Ältesten in bezug auf bestimmte Informationen in angemessener Zeit zur Verfügung stellen.
o heikle und vertrauliche Angaben über einen Ältesten auf verantwortungsbewusste Art zu behandeln.
o einfühlsam Rücksicht zu nehmen auf persönliche und familiäre Bedürfnisse von Ältesten.
o Fragen von Ältesten offen und bereitwillig zu beantworten.
o mich bereitwillig periodischen Leistungsbewertungen zu unterziehen.
o Älteste von Versetzungen, Kündigungen und Änderungen ihres Gehalts, ihrer Sozialleistungen etc. rechtzeitig in Kenntnis zu setzen.
VERANTWORTUNG GEGENÜBER DER GLAUBENSGEMEINSCHAFT (KIRCHE)
Als Ältester der Weltweiten Kirche Gottes habe ich eine Loyalitätspflicht gegenüber der Kirchenzentrale und kirchlichen Vorgesetzten. Das heißt, ich werde mich bemühen:
o alle von der Zentrale kommenden Lehrunterlagen gründlich und aufnahmewillig zu studieren.
o alle administrativen Entscheidungen und Richtlinienerlasse kirchlicher Vorgesetzter zu unterstützen und umzusetzen. Kann ich das nicht guten Gewissens tun, werde ich sofort meinen Vorgesetzten unterrichten.
o bei der periodischen Prüfung meiner seelsorgerischen Gaben und Praktiken mit meinen kirchlichen Vorgesetzten, meinen Amtsbrüdern und den Mitgliedern meiner Gemeinde zusammenzuarbeiten und ihre Unterstützung zu suchen.
o meine Denomination zu achten und Gespräche über andere Amtsbrüder und Kirchenführer - frühere wie heutige - nur in verantwortungs- und respektvoller Weise zu führen.
o die weltweite Mission der Kirche mitzutragen und mit voranzutreiben.
VERANTWORTUNG GEGENÜBER DER FAMILIE
Meine familiäre Verantwortung wird für mich sehr hohen Vorrang haben und gleich hinter meiner Gottbeziehung stehen. Das heißt, ich werde mich bemühen:
o geistlich, seelisch und materiell für meine Familie vorbildlich zu sorgen.
o meinem Partner / meiner Partnerin treu zu sein.
o meinen Kindern ein verantwortungsvoller und engagierter Vater / Mutter zu sein.
BEZIEHUNG ZUR GEMEINDE
Ich werde mein Amt mit Gerechtigkeit und Nachsicht ausüben und will mich in allen Situationen um das angemessene Verhältnis von Stärke und Milde bemühen. Das heißt, ich werde mich bemühen:
o geistlich und seelsorgerisch fundierte und klare Führungsarbeit zu leisten.
o Mitgliedern bei der Entwicklung ihrer Geistesgaben zu helfen und Mitglieder, die geistliche Führungsqualitäten zeigen, zu fördern.
o Predigten zu halten, die biblisch fundiert sind, mit den Lehren der Kirche in Einklang stehen und Bezug zum gemeindlichen Leben haben.
o für prompte Beilegung zwischenmenschlicher Konflikte zu sorgen. Ich weiß, dass ich dazu Mut brauche und diesen taktvoll-angemessen gegen Widerstände einsetzen muss. Ich werde Mitglieder meiner Gemeinde ermutigen, sich auch an meine Amtsbrüder und/oder kirchlichen Vorgesetzten um Hilfe zu wenden, falls es nötig ist.
o mich in allen vertraulichen Fragen als verschwiegen zu erweisen, außer dort, wo höhere gesetzliche Erfordernisse meiner Schweigepflicht entgegenstehen. Ich werde das Vertrauen eines Mitglieds nie dadurch enttäuschen, dass ich ohne sein Wissen und seine Einwilligung persönliche Informationen über ihn an andere weitergebe.
o in meinem Umgang mit Gemeindemitgliedern stets Fairness und Verlässlichkeit walten zu lassen.
o Kulturen, Geschlechter und Rassen in keiner Weise zu diskriminieren.
VERANTWORTUNG GEGENÜBER ANDEREN ÄLTESTEN
Als Ältester der Weltweiten Kirche Gottes habe ich die Pflicht, meinen Amtsbrüdern Achtung und Ehrerbietung entgegenzubringen. Ich will mich bemühen, gut und kollegial mit ihnen zusammenzuwirken bei der gemeinsamen Arbeit am Werk Christi in der Kirche. Das heißt, ich werde mich bemühen:
o meine Amtsbrüder zu respektieren und weder öffentlich noch privat gegen sie zu sprechen, sondern sie als Mitarbeiter am Werk Gottes zu betrachten.
o Kompetenzgrenzen anderer Ältester zu achten.
o mein Amt nicht rivalisierend zu führen, sprich: nicht, um mich gegen andere Älteste herauszustreichen oder mein Ansehen zu erhöhen.
o meinen Amtsbrüdern mit Rat, Tat und persönlicher Hilfe zu dienen.
VERANTWORTUNG GEGENÜBER DEM GRÖSSEREN LEIB CHRISTI
Älteste und Mitglieder der Weltweiten Kirche Gottes gehören der allgemeinen christlichen Gemeinschaft an. Das heißt, ich werde mich bemühen:
o aus anderen Kirchen keine Mitglieder abzuwerben.
o harmonisch mit anderen christlichen Führern und Programmen zusammenzuarbeiten, um den Leib Christi zu stärken und für das Reich Gottes zu wirken.
o dem größeren Leib Christi dadurch Achtung zu erweisen, dass ich andere Gemeinschaften nicht herabsetze oder verleumde.
VERANTWORTUNG GEGENÜBER DEM GEMEINWESEN
Die Gemeinde ist eingebettet in die Gesellschaft. Aktives soziales Engagement dient als Beispiel christlicher Liebe und gibt Zeugnis für das Evangelium Jesu Christi. Das heißt, ich werde mich bemühen:
o ein verantwortungsbewusstes Mitglied meines Gemeinwesens zu sein.
o mich in angemessenem Umfang sozial in meinem Gemeinwesen zu engagieren und dies als Teil meines öffentlichen Missionsauftrages zu verstehen.
o die Gemeinde ebenfalls zu solchem Engagement zu ermutigen.
o die Gesetze meines Gemeinwesens einzuhalten, sofern sie nicht gegen die Gesetze Gottes verstoßen.
o dafür zu sorgen, dass politische Streitfragen nicht in die Gemeinde hineingetragen werden und dort Spaltung schaffen.
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