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Kommen wir in den Himmel, wenn wir sterben?

von Dr. Joseph Tkach

WKG-Bild

Einige machen sich über die Vorstellung „in den Himmel zu kommen“ lustig. Doch Paulus sagt, dass wir bereits eingesetzt sind im Himmel (Eph 2,6) – und er wollte lieber aus der Welt scheiden, um mit Christus zu sein, der im Himmel ist (Phil 1,23). In den Himmel zu kommen [gehen] ist nicht viel anders als das, was Paulus bereits gesagt hat. Wir mögen andere Wege bevorzugen, es auszudrücken, aber es ist kein Punkt, weswegen wir andere Christen kritisieren oder verspotten sollten.

Wenn die meisten Menschen über den Himmel sprechen, benutzen sie diesen Begriff als ein Synonym für das Heil. So stellen einige christliche Evangelisten beispielsweise die Frage: „Bist du sicher, dass du in den Himmel kommen wirst, wenn du heute Abend sterben würdest?“ Der wahre Punkt in diesen Fällen ist nicht, wann oder wohin sie kommen [gehen] – sie stellen einfach die Frage, ob sie ihres Heils sicher sind.

Einige Menschen stellen sich den Himmel als einen Ort vor, wo es Wolken, Harfen und mit Gold gepflasterte Straßen gibt. Aber solche Dinge sind nicht wirklich ein Teil des Himmels – sie sind Redewendungen, die auf Frieden, Schönheit, Herrlichkeit und andere gute Dinge hinweisen. Sie sind ein Versuch, der sich limitierter physischer Begriffe bedient, um geistliche Wirklichkeiten zu beschreiben.

Der Himmel ist geistlich, nicht physisch. Es ist der „Ort“, wo Gott lebt. Science Fiction-Anhänger mögen sagen, dass Gott in einer anderen Dimension lebt. Er ist überall in allen Dimensionen gegenwärtig, doch „Himmel“ ist der Bereich, in dem er tatsächlich wohnt. [Ich entschuldige mich für den Mangel an Präzision in meinen Worten. Theologen mögen präzisiere Wörter für diese Konzepte haben, aber ich hoffe, ich kann die generelle Vorstellung mit einfachen Worten vermitteln]. Der Punkt ist: Im „Himmel“ zu sein bedeutet in einer unmittelbaren und besonderen Weise in der Gegenwart Gottes zu sein.

Die Heilige Schrift macht deutlich, dass wir dort sein werden, wo Gott ist (Joh 14,3; Phil 1,23). Eine andere Möglichkeit, in dieser Zeit unsere enge Beziehung mit Gott zu beschreiben, besteht darin, dass wir ihn „von Angesicht zu Angesicht sehen werden“ (1Kor 13,12; Offb 22,4; 1Joh 3,2). Das ist ein Bild dafür, dass wir auf engst mögliche Weise mit ihm sind. Wenn wir also den Begriff „Himmel“ als Wohnstätte Gottes verstehen, ist es nicht falsch zu sagen, dass Christen im zukünftigen Zeitalter im Himmel sein werden. Wir werden bei Gott sein, und mit Gott zu sein wird zu Recht als im „Himmel“ sein, bezeichnet.

In einer Vision sah Johannes Gottes Gegenwart, die schließlich auf die Erde kommt – nicht die gegenwärtige Erde, sondern eine „neue Erde“ (Offb 21,3). Ob wir in den Himmel „kommen“ [gehen] oder er zu uns „kommt“, spielt keine Rolle. So oder so, wir werden auf ewig im Himmel sein, in der Gegenwart Gottes, und es wird traumhaft gut sein. Wie wir das Leben des kommenden Zeitalters beschreiben – solange unsere Beschreibung biblisch ist –, ändert nicht die Tatsache, dass wir Glauben an Christus als unseren Herrn und Erlöser haben.

Was Gott für uns bereithält geht über unser Vorstellungsvermögen hinaus. Sogar in diesem Leben geht die Liebe Gottes über unsere Verständnisvermögen hinaus (Eph 3,19). Der Frieden Gottes übersteigt unsere Vernunft (Phil 4,7) und seine Freude übersteigt unsere Fähigkeit, sie in Worten auszudrücken (1Pt 1,8). Wie viel mehr ist es dann unmöglich zu beschreiben, wie gut es sein wird, auf immer bei [mit] Gott zu leben?

Die biblischen Autoren gaben uns nicht viele Details. Aber eines wissen wir sicher – es wird die wunderbarste Erfahrung sein, die wir jemals hatten. Es ist besser als die schönsten Gemälde, besser als die köstlichsten Speisen, besser als der spannendste Sport, besser als die besten Gefühle und Erfahrungen, die wir je hatten. Es ist besser, als irgendetwas auf Erden. Es wird eine gewaltige Belohnung sein!

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