Trinitarische, Christuszentierte Theologie
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NF Oktober-Dezember 2009
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Die Geistwelt


Wenn man eine zufällig ausgewählte Gruppe von Menschen fragen würde, wer Jesus Christus ist, würde man eine Vielzahl von Antworten erhalten.
Einige würden sagen, dass Jesus ein großer moralischer Lehrer war. Einige würden ihn für einen Propheten halten. Andere würden ihn mit Religionsgründern wie Buddha, Muhammad oder Konfuzius gleichsetzen.
Einige würden sagen, dass Jesus Gott ist.
Jesus selber hat diese Frage einmal seinen Jüngern gestellt. Wir finden die Geschichte in Matthäus 16.
„Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten. Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“
Im ganzen Neuen Testament finden wir Beweise von Jesu Identität. Er heilte Aussätzige, Lahme und Blinde. Er weckte Tote auf. In Johannes 8,58 erwiderte er, als er darüber ausgefragt wurde, wie er denn besondere Kenntnis über Abraham haben könnte: „Ehe Abraham wurde, bin ich“. Damit berief er sich und wandte auf sich den persönlichen Namen Gottes „Ich bin“ an, der in 2. Mose 3,14 erwähnt ist. Im nächsten Vers sehen wir, dass seine Zuhörer genau verstanden, was er von sich selbst behauptete. „Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus“ (Joh 8,59).
In Johannes 20,28 fiel Thomas vor Jesus nieder und rief aus: „Mein Herr und mein Gott!“ Der griechische Text lautet buchstäblich: „Der Herr von mir und der Gott von mir!“
In Philipper 2,6 sagt uns Paulus, dass Jesus Christus „in göttlicher Gestalt“ war. Doch um unseretwillen entschied er sich, als Mensch geboren zu werden. Das macht Jesus einzigartig. Er ist Gott und Mensch gleichzeitig. Er überbrückt die riesige, unmögliche Kluft zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen und schweißt Gott und die Menschheit zusammen. Der Schöpfer verband sich mit den Geschöpfen in einem Band der Liebe, was keine menschliche Logik erklären kann.
Als Jesus die Frage nach seiner Identität an seine Jünger stellte, erwiderte Petrus: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel“ (Mt 16,16-17).
Jesus war nicht bloß für eine kurze Zeitspanne zwischen seiner Geburt und seinem Tode Mensch. Er stand vom Tode auf und fuhr auf zur Rechten des Vaters, wo er heute als unser Erlöser und unser Anwalt ist – als Mensch mit [bei] Gott –, immer noch einer von uns, Gott im Fleisch, nun um unseretwillen verherrlicht, genauso wie er um unseretwillen gekreuzigt wurde.
Immanuel – Gott mit uns – ist immer noch mit uns, und wird für immer bei uns sein.
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